Dem Ergebnis Gewicht verleihen

Allein mit verschneiten Info-Stelen am Hauptplatz ist es nicht getan. Die „breite Stadtratskoalition“ möchte das Wahlvolk für Umbau-Entwurf 2 gewinnen. Foto: Schwaiger

Allein mit dem Stadtratsbeschluss ist es nicht getan. Ein breite Koalition aus CSU, SPD, Grüne, ödp und Landsberger Mitte will in den nächsten viereinhalb Wochen bis zum nächsten Bürgerentscheid Hauptplatz informieren, überzeugen und und vor allem mobilisieren. Denn: Je mehr Lechstädter an diesem 27. Februar in eines der Wahllokale gehen, umso mehr Gewicht bekommt das Ergebnis. Selbst wenn es einen Verbleib der Straße auf der Westseite bringt.

Nachdem man zuvor in großer Runde einen Maßnahmenkatalog besprochen und abgestimmt hatte, luden die Vertre­ter der fünf Parteien bzw. politischen Gruppierungen am Freitag zum Pressegespräch. Auftakt für das Buhlen um die Gunst der Wahlberechtigten. Diese breite Koalition sei mit der Legitimität und der politischen Kraft ausgestattet, das Jahrhundertwerk „Hauptplatzumbau“ doch noch auf einen guten Weg zu bringen, betonte Helmut Weber für die CSU. Das große Ziel dabei sei die Erweiterung der bestehenden Fußgängerzone nach Süden, mehr Ruhe und Raum vor dem Rathaus und eine ansprechende Verbindung zum Lech. Weber: „Die Bewegungsfreiheit der Fußgänger ist die Hauptattraktion unserer Altstadt.“ Eben das hätten zwei Drittel der am Bürgervoting beteiligten Landsberger mit ihrer Stimme für Entwurf 2 und damit Verlegung der Straße nach Osten zum Ausdruck gebracht. „Leider“, bedauert Henrik Lüßmann (Grüne), „ist es uns nicht gelungen, dem Bürger zu vermitteln, dass dieses Voting eine andere Form des Bürgerentscheides war.“ Nach Ansicht seiner Fraktion lässt sich mit dem aktuellen Entwurf der Spagat zwischen Mobilitätsbedürfnis und Aufenthaltsqualität am besten schaffen. „Wir haben die große Chance, einen Platz ohne Straße zu bekommen.“ Das sieht Axel Flörke nicht anders. Die Landsberger Mitte wolle die Verlegung der Straße nach Osten, um auf der anderen Seite echte Aufenthaltsqualität mit der Einheit von Platz, Brunnen und Rathaus zu bekommen. Schönster Platz Die SPD will das auch. „Wir können die Fuß­gängerzone fast verdoppeln“, so Dieter Völkel, „um damit einen der schönsten Plätze weit und breit zu bekommen.“ Davon hat sich Wolfgang Buttner (ödp) erst einmal überzeugen lassen müssen. Inzwischen habe er zur Kenntnis genommen, dass viele Bürger die frei begehbare Fläche vor dem Historischen Rathaus wünschen. Demnächst möchte die breite Koalition mit Flyern, Info-Stellwänden in städtischen Gebäuden, begehbarer Info-Box am Hauptplatz, Infos im Internet und Anzeigen-Serien aufwarten. Und über allem soll stehen: „Unser Hauptplatz“.

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