Nur das Ergebnis passt

Przemyslaw Migala zeigte gegen München Ost ungewohnte Schwächen im Abschluss. Foto: Krivec

Es war keine Offenbarung, was die DJK Landsberg am Sonntag gegen den Tabellenvorletzten der 2.Regionalliga Süd, den TSV München Ost, auf dem Basketballfeld ablieferte. Über weite Strecken des Spiels sah es so aus, als hätten die Spieler sich einer Pflichtaufgabe zu entledigen, was ihnen am Ende mit 70:58 auch mühsam gelang. Wenn man zu Beginn der Begegnung die spärlich besetzten Ränge betrachtete, konnte man sich des Gefühls nicht erwehren, die Zuschauer hätten geahnt, was sie erwartete.

Dabei begann das Spiel recht verheißungsvoll mit einem Tip-in von Center Przemyslaw Migala. Von Anfang an aber war eine gewisse Unsicherheit in den Aktionen zu spüren, Coach Roman Gese reagierte mit einem Wechsel darauf und brachte Lukas Klocker für Christoph Peters. Der Flügelspieler sorgte sofort für Farbe im Spiel, als er drei von vier Dreierversuchen im Korb versenkte. Mit einer 23:16 Führung ging es ins zweite Viertel. Die Aktionen der DJK blieben jedoch weiterhin wenig effektiv. Fast fünf Minuten benötigten die Gastgeber, ehe sie den nächsten Korb erzielten. Der Trainer brachte nun Zug um Zug wieder seine stärksten Akteure ins Spiel. Die bemühten sich auch redlich, der letzte Biss aber fehlte. Mit 34:23 wurden die Seiten gewechselt, ein Spielstand, der im Basketball alles offen lässt. Und der TSV München Ost gab sich nicht geschlagen. Punkt um Punkt schob er sich an die Landsberger heran. Zu zögerlich lief deren Rotation, zu leicht war sie von der gegnerischen Abwehr nachzuvollziehen. Das Spiel wirkte zerfahren, war von vielen Unterbrechungen geprägt. Nur mehr fünf Punkte betrug der Vorsprung der DJK, als Migala, dessen Wurfversuche in aussichtsreichster Position unter dem Korb immer wieder heraussprangen, endlich konzentriert zu Werke ging. So führte man Ende des dritten Viertels mit 55:45. Schwache Freiwürfe Geschlafen wurde aber weiterhin der Abwehr, immer wieder verpasste man den Rebound oder ließ den Gegner fast ungehindert zum Korb marschieren. Das Spiel drohte gut sechs Minuten vor dem Ende zu kippen. Die aggressiven Gäste ließen sich nicht abschütteln, hatten aber auch die Foulgrenze überschritten, so dass jeder unkorrekte Kontakt mit einer Freiwurfstrafe belegt wurde. Und das richtete den Fokus wieder einmal auf die Freiwurfschwäche der DJK. Allein in dieser Phase konnten von 16 Versuchen nur fünf verwertet werden. Kein Wunder, dass in der Freiwurfstatistik kein Landsberger unter den besten 25 auftaucht. Dennoch reichte den Gastgebern die Ausbeute zu einem 70:58-Erfolg. In der Tabelle rückten die Landsberger mit dem Sieg vorerst auf den zweiten Platz vor, allerdings hat die DJK bereits zwei Spiele mehr bestritten als der Tabellendritte Rosenheim. Will das Team von Trainer Roman Gese seinen Platz in der Spitzengruppe verteidigen, muss es am kommenden Samstag gegen SJ Gröbenzell gewinnen. Spielbeginn im Landsberger Sportzentrum ist um 19.30 Uhr.

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