Ermittlungen abgeschlossen

Brand in Apfeldorf: Kurzschluss war Auslöser

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Peter Loskot (vo. li.) im Garten seines Hauses.

Apfeldorf – Als Peter Loskot am Freitagabend nach Hause kam, war alles noch in bester Ordnung. Zwei Stunden später brannte das Dach des Hauses am südlichen Ortsrand von Apfeldorf, das er mit seiner Frau Rosl bewohnt, lichterloh. „Wenn das Feuer eine halbe Stunde später ausbricht, wären wir wohl nicht mehr da“, erzählt der 75-jährige vier Tage nach der Brandkatastrophe, die den kompletten Dachboden zerstörte und das Obergeschoss mit Schlafzimmer, Gästezimmer, Bad und Zimmer des Enkels praktisch unbewohnbar machte.

 „Weil nichts Gescheites im Fernsehen war, bin ich zeitig ins Bett gegangen, meine Frau hat noch etwas weiter geschaut“, berichtet Loskot. Kurz danach macht ihn seine Frau darauf aufmerksam, dass der Strom im Haus ausgefallen war. „Ich hab versucht die Sicherung wieder rein zu machen, das ging aber nicht, daraufhin wollte ich auf den Dachboden, aber da roch es schon komisch und schließlich qualmte es auch“, erinnert sich Loskot an die unerfreuliche Nacht.

Er eilte deshalb zusammen mit seiner Frau und nur im Schlafanzug aus dem Haus. Nach dem Blick auf das brennende Dach verständigte er die Nachbarn, bei denen das Ehepaar Unterschlupf fand. Kurz danach waren auch schon die alarmierten Feuerwehren zur Stelle, wobei das Löschen sich als gar nicht so einfach erwies. Um das Wasser zum Haus zu bringen, mussten Schlauchleitungen aus dem rund 300 Meter entfernten Ritzinger Weiher gelegt werden. Letztlich bekamen die Wehren das Feuer schnell in den Griff, der Schaden am Haus konnte aber nicht verhindert werden.

„Das Erdgeschoss ist nicht betroffen, aber oben sieht es schlimm aus“, sagt Loskot, der am Montag Besuch von der Kriminalpolizei bekam. Deren Untersuchung ergab recht schnell die Brandursache. „Ein Kurzschluss im Stromabnehmer auf dem Dach war der Auslöser“, erklärt Loskot, der mit seiner Frau in einer Ferienwohnung im Ort unterkam. Dort wird er bis auf weiteres auch wohnen bleiben.

Wie es nun weitergeht, wird unter anderem vom Gutachter der Versicherung abhängen, der am Mittwoch den Schaden unter die Lupe nahm. „Der Dachstuhl muss neu gemacht werden“, ist sich Loskot mit Blick auf die verkohlten Balken und die Löcher im Dach sicher. Letzteres soll schnellstmöglich dich gemacht werden, um das Haus winterfest zu bekommen. Dann soll in aller Ruhe entschieden werden, wie es weitergeht. „200 Tage in der Ferienwohnung zahlt die Versicherung“, hofft Loskot, dass er zusammen mit seiner Frau im Frühjahr nächsten Jahres wieder in das Haus zurückkehren kann.

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