Förderprogramm Smart Cities

Fuchstal wird mit 6 Millionen Euro zum "Smart Fox Valley"

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Da strahlen die Lechrainer Bürgermeister mit dem Bundestagsabgeordneten um die Wette (von links): Erwin Karg (Fuchstal), MdB Michael Kießling MdB, Gerhard Schmid (Apfeldorf) und Alexander Enthofer (Unterdießen) sehen smarten Zeiten entgegen.

Fuchstal – Smart Fox Valley. Riesenjubel im Lechrain – auf oberbayerischer Seite ebenso wie auf der schwäbischen: Das Projekt „Smart Cities“ der Bundes­regierung beschert den Gemeinden Fuchstal, Apfeldorf und Unterdießen eine staatliche Förderung in Millionenhöhe. Bis zu 6,3 Millionen Euro soll es für die Entwicklung einer digitalen Plattform geben. Damit steht das Fuchstal nach dem Energiesektor ein weiteres Mal mit einem Modellprojekt in der ersten Reihe.

Die Bundesregierung unterstützt mit dem Projekt „Smart Cities“ Städte, Kreise und Gemeinden bei der digitalen Modernisierung und Entwicklung und fördert bereits zum zweiten Mal Modellprojekte – mit insgesamt 800 Millionen Euro. Von den 86 eingereichten Projektskizzen sind nun 32 Modellprojekte bekanntgegeben wor-den; darunter befinden sich vier bayerische Bewerber, eine davon ist die Gemeinde Fuchstal.

„Ich bin stolz, dass aus meinem Bundeswahlkreis Fuchstal als Modellprojekt ausgewählt wurde“, sagte CSU-Bundestags­abgeordneter Michael Kießling beim Pressetermin mit den „betroffenen“ Bürgermeistern vor dem Fuchstaler Rathaus. Insgesamt werde der Gemeinde, gemeinsam mit den kooperierenden Partnern Apfeldorf und Unterdießen eine Fördersumme von bis zu 6,3 Millionen Euro in Aussicht gestellt“, erklärte das ehemalige Denklinger Gemeindeoberhaupt.

Ziel des Förderprogrammes ist es, sektorenübergreifende digitale Strategien für das Stadt- und Landleben der Zukunft zu entwickeln und zu erproben. Die Fuchstaler wollen mit den Unterdießenern und Apfeldorfern unter anderem eine digitale Plattform entwickeln, die kommunale Serviceangebote bündelt. Ausgewählte Behördengänge sollen somit zukünftig auch online durchgeführt werden können. Zudem ist vorgesehen, dass eine intelligente, digitale Anlagensteuerung in Zeiten negativer Börsenstrompreise den Überschussstrom der örtlichen Bürgerwindkraft Fuchstal in Wärme überführen und im bereits geplanten Wärmetopf speichern.

„Damit beweist Fuchstal, dass Innovationsfähigkeit und fortschrittliches Denken nicht von der Größe einer Gemeinde abhängt. Fuchstal leistet mit seinem Modellprojekt einen wichtien Beitrag, um die eigene Gemeinde noch lebenswerter zu gestalten und um einen kraftvollen Impuls für die Digitalisierung weiterer Kommunen zu geben“, so Kießling. „Da wird es einem warm ums Herz“, kommentierte Bürgermeister Erwin Karg die Förderzusage aus Berlin in einer ersten Reaktion. „Das ist ja mal ein Hammer, die sechs Millionen müssen wir jetzt erst mal verkraften.“
Toni Schwaiger

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