Wenn die Schlossberggarage gesperrt wird:

"Die Waitzinger Wiese reicht aus!"

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Nachtparker sollen während der Sperrung der Schlossberggarage (Foto) in der Lechgarage ein Quartier finden. Die anderen Parker werden auf die Waitzinger Wiese verwiesen.

Landsberg – Nach dem „Nachgefragt“ des KREISBOTEN vor zwei Wochen haben die Stadtverwaltung und das Kommunalunternehmen Stadtwerke erneut über die etwa ein Jahr lang dauernde Sperrung der Schlossberggarage beraten. Für die Nachtstellplätze gibt es nun eine Lösung. Eine PR-Agentur soll zudem für klare Informationen für Kurzparker sorgen. Die Maßnahme macht sich deutlich im Wirtschaftsplan 2018 bemerkbar, den der Verwaltungsrat ebenfalls verabschiedet hat.

Zunächst bekräftigte das Gremium, dass die Schlossberggarage während der Bauzeit komplett geschlossen wird. Zwar könnten bei einer Teilsperrung einige Autos auf dem jeweils nicht betroffenen Deck parken; aber die meisten Plätze würden von Stützen belegt und es bestünde die Gefahr, dass PKW beschädigt werden. Außerdem würde sich die Maßnahme dann über zwei Jahre hinziehen und erhebliche Mehrkosten verursachen.

Ohnehin ist die Sanierung im Wirtschaftsplan deutlich spürbar: Den Stadtwerken fehlen im Jahr 2018 wegen der Sperrung Einnahmen in Höhe von 600.000 Euro. Außerdem fällt aufgrund der vorzeitigen Erneuerung der Parkdecks eine Son­der­abschreibung von 800.000 Euro an. Das Jahresergebnis, das 2016 bei 940.000 Euro lag und für 2017 auf eine Million Euro geschätzt wird, rutscht daher 2018 in den Minusbereich – erstmals machen die Stadtwerke wieder einen Verlust, wenn er auch mit 200.000 Euro nicht besonders hoch ausfällt.

Kreditaufnahme?

Der Kassenbestand von derzeit 2,3 Millionen Euro könnte daher nicht ganz ausreichen, um den Zuschussbedarf von 2,5 Millionen Euro zu decken. Da die Stadtwerke ihre Liquidität nicht ganz herunterfahren können, ist es wahrscheinlich, dass sie ihre Verbindlichkeiten in Höhe von 28,8 Millionen Euro leicht aufstocken müssen. In den Jahren 2015, 2016 und 2017 war keine Kreditaufnahme erforderlich. Besorgniserregend ist das nicht: Die Aktiva der Stadtwerke liegen bei über 60 Millionen Euro.

Zwei Neuerungen gibt es in Sachen Schlossberggarage allerdings: Wer einen Nachtstellplatz gebucht hat, bekommt einen Ersatzplatz in der Lechgarage. Und: Die Stadtwerke werden mit Hilfe einer Agentur die Wege zu den alternativen Parkplätzen „Lechgarage“ und „Waitzinger Wiese“ weiträumig und deutlich ausschildern. Eines betonten die Stadtwerke-Vorstände Norbert Köhler und Christof Lange noch einmal: „Die Waitzinger Wiese reicht völlig aus, damit alle Besucher parken können. Und sie ist mit 50 Cent für vier Stunden sowie einer Höchstgebühr von zwei Euro pro Tag auch noch deutlich günstiger.“

Werner Lauff

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