In "perfektem Umfeld"

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Bürgermeister und Mitarbeiter der Tourist-Info (www.tourist-info-diessen.de) freuen sich über die neuen Räumlichkeiten im Bahnhofsgebäude: Günter Forster, Edgar Maginot, Bürgermeister Herbert Kirsch, Rosemarie Ripper, Sabine Liedhegener, Ulrike Hawel und Marianne Baumann (v. links).

Dießen – Im Mai ist die Tourist-Info Dießen ins frisch sanierte Bahnhofsgebäude umgezogen und schon läuft alles auf Hochtouren, die Marktgemeinde ist fast ausgebucht. Bei Häppchen und Sekt wurde nun offiziell Eröffnung gefeiert und Edgar Maginot, Vorsitzender des Verschönerungs- und Fremdenverkehrsvereins, fand nur lobende Worte für den neuen Standort. Ein großer Vorteil, so Maginot, sei nicht zuletzt die Barrierefreiheit der neuen Räumlichkeiten.

Passend zum Anlass ließ Maginot die Geschichte der Tourist-Info Revue passieren. 2004 wurde das Verkehrsamt der Gemeinde aufgelöst und durch einen Computer und die Mitgliedschaft im Tourismusverband Fünfseenland ersetzt. Schnell sei klar geworden, dass sich Feriengäste einen persönlichen Ansprechpartner wünschen. Einige Mitglieder des Verschönerungs- und Fremdenverkehrsvereins entschlossen sich deshalb 2006 in eigener Regie weiterzumachen: Ein kleines Büro in der Schützenstraße wurde mit selbstgezimmerten Möbeln ausgestattet, nach drei Jahren folgte der Umzug in die Bahnhofsstraße 12. 

Hier, im Ortszentrum und gegenüber vom Bahnhof wurde alles professioneller, der Umsatz stieg. „Auf ehrenamtlicher Basis war das nicht mehr zu leisten“. Mittlerweile arbeiten drei Teilzeitkräfte und – mit Günter Forster – noch ein ehrenamtlicher Mitarbeiter mit. Nach dem jetzigen Umzug in die neuen, einladenden Räume direkt im Bahnhofsgebäude wurde auch die EDV auf Vordermann gebracht. „Dank steter Fortbildungen der Mitarbeiter können wir seit diesem Frühjahr Ferienwohnungen selbst klassifizieren“, freut sich Maginot. Dies sei angebracht, da viele Ferienwohnungen in den letzten Jahren renoviert und aufgewertet wurden. „Und wir haben wunderschöne neue Wohnungen dazu bekommen“. 

Aber nicht nur Urlauber nutzen die moderne und ansprechende Atmosphäre der neuen Räumlichkeiten, um sich über Ferienwohnungen, Ausflugsmöglichkeiten oder Veranstaltungen zu informieren, auch Einheimische, so Maginot, schätzen das breite An- gebot, an Flyern, Publikationen und Informationen. Bürgermeister Herbert Kirsch genoss den wunderbaren Blick über den See. „Besser können wir unsere Gäste nicht empfangen“, betonte er. Auch das Umfeld sei perfekt für die Tourist- Info: Die Post ist direkt nebenan, Bus- und Bahnverbindung und sogar ein Geldautomat befinden sich direkt vor der Tür. Und zum See oder in die Ortsmitte sind es nur wenige Schritte. 

„Jetzt haben wir das erreicht, wovon wir immer geträumt haben“, betonte Kirsch und Gutes habe eben seinen Preis. Insgesamt habe die Sanierung des gesamten Bahnhofsgebäudes die Gemeinde rund eine Million Euro gekostet. Edgar Maginot (71) möchte sich nun aus Altersgründen aus dem Tagesgeschäft zurückziehen, aber im Fremdenverkehrsverein möchte er weiterhin aktiv sein.

Ursula Nagl

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