Lechland-Center

Umbau für eine "strahlende Zukunft"

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Vorwiegend in (Edeka)-Gelb wird sich ab Spätherbst kommenden Jahres das Lechland-Center an der Lechwiesenstraße präsentieren.

Landsberg – Aus Irland direkt in die Lechstadt: Richard Kingston (CMC Capital) hat am Mittwoch mit Erfolg für das neue Lechland-Center geworben. Eine „nachhaltig attraktive Einkaufslandschaft“ schwebt dem Eigentümer der längst in die Jahre gekommenen Immobilie vor. Die Belange von „Landsberg-City“ wolle er dabei berücksichtigen. Die Botschaft kam an. Die große Mehrheit des Stadtrats sprach sich für einen Branchenmix aus, der auch innenstadtrelevante Sortimente zulässt – nur den Optiker nicht. Zum Start des Weihnachtsgeschäftes 2017 soll das modernisierte Einkaufscenter an der Lechwiesenstraße seine Pforten öffnen.

Wie mehrfach berichtet, zieht sich Kaufland zum Jahreswechsel aus dem Einkaufcenter an der Lechwiesenstraße zurück. Den Sportmarkt gibt es schon seit Jahren nicht mehr, Expert befindet sich aktuell im Räumungsverkauf, weitere Mieter haben längst die Segel gestrichen. Das Lechland droht zu veröden.

So galt es für den Eigentümer des Einkaufscenters, im Vorfeld des Umbaus einen neuen Ankerbetrieb zu finden. Das ist gelungen. „Edeka war der Luftröhrenschnitt für das Projekt“, sagt Projektentwickler Bernhard Reiser von der MESA Development BR GmbH in Stuttgart. Edeka fordere aber auch eine moderne, farbige Fassade, vorrangig in Gelb. Allein das entspricht der Vorstellung des Investors: „Von trister Vergangenheit in eine strahlende Zukunft“. Die strebt er aber auch mit einem aufwändigen Umbau an, der im Frühjahr beginnen soll.

Dabei wird der Anbau im Osten durch einen etwas höheren, aber ebenfalls eingeschossigen Neubau ersetzt – beide Gebäudeteile verschmelzen dann zu einer Einheit. Verbindendes Element ist eine Mall mit zahlreichen kleineren Geschäften, darunter auch Apotheke, Reisebüro und Spielhalle. Im Anbau selbst soll es Schuhe und Textil – die Verhandlungen mit der Kette „Peter Kern“ laufen – , Deko, Möbel und Wohnaccessoires von „Depot“ sowie Matratzen und Bettzubehör geben.

Das Erdgeschoss des Lechland-­Hauptgebäudes nutzt fortan Edeka komplett. Neu ist dann eine Rolltreppe vom Unter- ins Erdgeschoss, um die Tiefgarage mit ihren 192 Stellplätzen für den Kunden attraktiver zu machen. Im Obergeschoss sollen nach der vom Stadtrat empfohlenen Nutzungsvariante 2 der holländische Non-Food-Discounter „Action“, ein Sport- sowie ein Elektrofachmarkt („Expert Techno“) einziehen. Alles rund ums Baby soll es ebenfalls noch geben.

Die Nutzflächen insgesamt bleiben alle unverändert. „Alles was geplant ist, hat keine Auswirkungen auf die Innenstadt“, beteuerte Dr. Manfred Heider. Lediglich das Sortiment Textil und Schuhe hatte der Standort- und Wirtschaftsberater aus Augsburg schon vor Jahren in seinem Einzelhandelsgutachten als „bedenklich“ eingestuft. Dazu kam von UBV-Fraktionschef Christoph Jell ein klares „Nein“, von dem man in Reihen der CSU nicht viel hält. Die Ablehnung würde kein Mensch verstehen, konterte Harald Reitmeir, im Landsberger Osten habe man Schuhe ja auch zugelassen. Seiner Ansicht nach greife der Stadtrat ohnehin zu stark in den Markt ein. Fraktionskollege Berthold Lesch stellte gar den „Protektionismus“ infrage: „Vielleicht ist es ja sinnvoller, die Innenstadt mehr zu fördern“. Auch mit Blick auf das InCenter Landsberg sprach sich CSU-Chef Tobias Wohlfahrt klar für ein „weiteres Zugpferd“ im Westen aus: „Wenn die Leute nach Landsberg kommen und dableiben, dann gehen sie auch in die Innenstadt“.

Toni Schwaiger

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