Nächsten Mittwoch ist Erörterungstermin

Geht's bald um Lengenfeld herum?

+
So (rot) soll die Umgehungsstraße um Lengenfeld gebaut werden. Im Norden wird ein Kreisverkehr gebaut, von dem aus es auf die neue Straße geht. Durchs Hagenheimer Feld führt die Umgehung schließlich südlich des Streicherhofs wieder auf die bisherige Staatsstraße Landsberg-Weilheim.

Pürgen/Lengenfeld – Autos sind in Lengenfeld keine Mangelware. Mitten durchs Dorf führt die Staatsstraße nach Weilheim. Schon seit mehreren Jahren liegen deshalb die Planungen für eine Trasse zur Ortsumfahrung vor. Am 20. März findet nun ein Erörterungstermin zum Planfeststellungverfahren statt. Noch nicht der Beschluss, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn alles gut geht, könnte die Regierung von Oberbayern den Plan für die Umgehungsstraße noch heuer beschließen. Und im Frühjahr 2020 wären dann die ersten Bagger zu sehen. Doch bis dahin ist noch ein weiter Weg.

Mehr als drei Kilometer lang soll die neue Strecke in kommunaler Sonderbaulast werden. Der Weg führt dabei durch das Hagenheimer Feld östlich und das Feuchtnerholz südlich. Startpunkt ist die Einmündung ins Gewerbegebiet, wo deshalb ein Kreisverkehr gebaut werden soll. Von dort aus führt die Umgehungsstraße Richtung Hagenheim bis zur Einmündung der Ammerseestraße. Eine Unterführung soll Fußgänger und Radler sicher queren lassen. Südlich des Streicherhofs schwenkt die Umgehungsstraße schließlich wieder auf die Staatsstraße ein. Die Trasse liege dabei ausreichend von Wohngebieten entfernt, sodass kein Lärmschutz nötig werden sollte, gibt die Verwaltungsgemeinschaft Pürgen bekannt.

Kommunale Sonderbaulast bedeutet dabei, dass die Verwaltungsgemeinschaft Pürgen trotz Staatsstraße und somit eigentlich der Zuständigkeit des Staatlichen Bauamtes Weilheim die Umfahrung selbst mitfinanziert. Angedacht seien rund 20 Prozent: „Nach einer Kostenschätzung aus dem Jahr 2017 belaufen sich die Gesamtkosten auf rund zwölf Millionen Euro, davon circa neun Millionen für den Straßenbau und drei Millionen für den Hochwasserschutz“, informiert der Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Ernst Schilcher. Gehe man dabei davon aus, dass die Gemeinde für den Straßenbau rund 80 Prozent und für den Hochwasserschutz rund 50 Prozent Förderung erhalte, verbleibe bei der Gemeinde Pürgen ein Eigenanteil von ungefähr 3,3 Millionen Euro.

Die notwendigen Grundstücke für Straßenbau, Hochwasserschutz und Straßenentwässerung (im nebenstehenden Foto rot) seien schon „in trockenen Tüchern“, teilt Schilcher mit. Seit der Anhörung 2016 habe sich nicht wirklich etwas geändert. Lediglich weitere Untersuchungen seitens der Ämter seien durchgeführt worden.

Bei der nun geplanten Erörterung werden Mitarbeiter der Regierung von Oberbayern sowie Träger öffentlicher Belange (zum Beispiel Wasserwirtschafts­amt) mit der Gemeinde in einer nichtöffentlichen Sitzung sprechen, inwieweit die Einwendungen seitens der Verwaltungsgemeinschaft abgearbeitet worden sind – „die Behörden auf den neuesten Stand bringen. Es geht darum, ob die ein oder andere Einwendung noch besteht“, erklärt Schilcher. Ob die Gemeinde also noch nachbessern muss. Letztendlich wäge dann aber die Regierung von Oberbayern ab, inwieweit das öffent­liche Interesse für den Bau noch bestehende Einwendungen nichtig mache. Ob dann also doch noch „zum Beispiel eine Unterführung für die (nicht-

existente) gelbe Haselnussmaus gebaut werden muss oder nicht“, flachst Schilcher.

Bis dann der Plan von der Regierung beschlossen werde, könne es aber seiner Einschätzung nach mindestens noch drei Monate dauern, ist Schilcher überzeugt. Er rechne ungefähr Mitte des Jahres, wahrscheinlich aber erst nach der Sommerpause mit dem Feststellungsbeschluss. Danach könne man die Arbeiten dann ausschreiben. Und im Frühjahr 2020 mit dem Bau beginnen – frühestens.

Susanne Greiner

Auch interessant

Meistgelesen

Schondorfer Jakobsbühne brilliert mit „Zeugin der Anklage“
Schondorfer Jakobsbühne brilliert mit „Zeugin der Anklage“
Perfekt kombiniert: der neue „Ford Focus Active Turnier“
Perfekt kombiniert: der neue „Ford Focus Active Turnier“
Lagerfeuer verursacht Flächenbrand in Utting
Lagerfeuer verursacht Flächenbrand in Utting
D´Landsberger Wiesn startet am kommenden Freitag
D´Landsberger Wiesn startet am kommenden Freitag

Kommentare