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Nach der Sperrung ist davor

Kinsau: Bis Pfingsten ist die Straße zur B17 zu, danach folgt die Lechbrücke

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Wieder geschlossen: Die Kinsauer haben bis Pfingsten keine direkte Zufahrt zur B17.

Kinsau – Es kommen erneut beschwerliche Zeiten auf die Kinsauer zu: Seit vergangener Woche ist die Staatsstraße zur B17 wieder gesperrt. Bis Pfingsten soll diese zwar offen sein – doch ab dann wird die Lechbrücke nach Apfeldorf dicht gemacht.

Für viele Anlieger erscheint es wie ein leidvolles Déjà-vu. Auf den Straßenschildern auf der B17 ist „Kinsau“ gestrichen, die Einmündung ist dicht. Ende vergangenen Jahres hatte die Tiefbaufirma Kutter Gas gegeben und die Straße vor Weihnachten provisorisch fertig gestellt, nun geht es mit den Restarbeiten weiter. Dafür muss jedoch die Staatsstraße komplett gesperrt werden.

„Bei dem Tempo, dass die bisher hingelegt haben, gehen wir davon aus, dass die Straße schon Pfingsten wieder frei ist“, sagt Christoph Mohr vom Staatlichen Bauamt Weilheim optimistisch.

Bis auf „Nebenarbeiten“ an der Fahrbahn: etwa Leitpfosten und Markierungen. Was jedoch eine andere Firma oder die Straßenmeisterei machen soll.

Es gibt einiges zu tun: Die Einmündung zur B17 mit einer Verbreiterung für die Einfädelspur muss noch gebaut werden, die Zufahrt zum Gewerbegebiet und auch der Anschluss an Kinsau selbst. Der Rad- und Fußweg wird fertig gestellt und überall eine Asphalt-Verschleißschicht aufgetragen. Der Radweg entlang der B17 wird laut Mohr bei der Gelegenheit ebenfalls beendet.

Noch ist der Weg nach Apfeldorf frei: Die Lechbrücke, die dann über etwa vier Monate erneuert wird, bleibt laut Mohr noch bis Pfingsten offen. Diesen Auftrag hatte die Firma LS Bau aus Augsburg erhalten. „Die Firma wollte gerne früher anfangen, aber das wäre nicht optimal für die Anlieger“, sagt Mohr. Man wolle in ihrem Interesse auf jeden Fall vermeiden, dass es zwischen den beiden Baustellen zur Überschneidung kommt. Rein theoretisch wäre es aber möglich. „Offiziell hat die Firma Kutter dafür Zeit bis Ende Juni. Aber wir sind mit dem Fortschritt sehr zufrieden, das sollte klappen“, so Mohr. Schlimmstenfalls wäre Kinsau dann nur über die Epfacher Straße für kurze Zeit erreichbar.

Beim Anschluss der Staatsstraße an Kinsau im Bereich Hardtstraße bzw Römerstraße bleibt dennoch ein Teilstück unfertig: Der Anschluss des Gehwegs wird nicht asphaltiert, verbleibt stattdessen nur gekiest. Grund: die von der Gemeinde geplante Querungshilfe für Radfahrer. „Es gab wegen einer Diplomarbeit im Vorfeld die Überlegung, hier eine Querungshilfe zu bauen“, erklärt Mohr.

Eine „dritte“ Spur?

Denn hier gibt es ein Anschlussproblem: Der Rad- und Fußweg müsse südlich der Staatsstraße verlaufen, da die Unterführung bei der B17 ebenfalls südlich liegt. Der Gehweg in Kinsau an der Hardtstrasse ist jedoch auf der nördlichen Seite. Auf der „dritten Spur“ könnten Radler die Straße queren, so der wohlmeinende Gedanke. Besonderen Handlungsbedarf sieht Mohr jedoch nicht: „Aktuell gibt es keinen Grund, das jetzt so zu bauen. Es wäre nur schade, das zu asphaltieren, wenn man es später wieder aufreißt. Letztlich ist dies Entscheidung der Gemeinde.“

Ob es diese Querungshilfe jemals geben wird oder der unasphaltierte Anschluss ein ewiges Provisorium bleibt, steht in den Sternen. Die Gemeinde hat zwar kürzlich ein Vorkaufsrecht über einen fünf Meter-Streifen auf einem Privatgrund an der Hardtstrasse beschlossen (wir berichteten). Doch über Verkaufsabsichten des Eigentümers ist nichts bekannt: Laut Aussagen von Anwohnern lebt der Mann in einer Betreuten Wohn-Einrichtung in Landsberg und ist möglicherweise gar nicht in der Lage, solch eine geschäftliche Transaktion durchzuführen.

Klaus Mergel

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