Ein Anfang ist gemacht

Der erste Spatenstich zum Neubau des Greifenberger Warmbads 

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Der erste Spatenstich ist vollzogen und im Mai 2021 ist die Eröffnung des neuen Greifenberger Warmbades geplant. Mit dabei (von links) Thomas Zeck vom Landratsamt, Markus Wasserle vom Förderverein, Projektleiterin Anja Trommer, Architekt Wolfgang Gollwitzer, Landrat Thomas Eichinger und die Bürgermeister Johann Albrecht, Alexander Herrmann und Sigi Luge.

Greifenberg – Was lange währt, wird endlich gut. Beim Warmbad Greifenberg hat es allerdings gefühlt ewig gedauert, bis den Planungen und teils kontroversen Diskussionen im Kreistag endlich Taten folgten. Nach dem jetzt vollzogenen offiziellen Spatenstich wurde mit dem Abbau des 1972 vom Landkreis unter Landrat Müller-Hahl errichteten Freibades begonnen.

Wie Landrat Thomas Eichinger beim Festakt ausführte, hat man seit 1996 wegen der Undichtigkeit der Becken diverse Varianten durchgespielt wie Stilllegung, Abriss, Sanierung oder Neubau. Im September 2017 war schließlich endgültig Schluss mit Badespaß. Rohrleitungs- und Alubeckenschäden hatten zu drastischen Wasserverlusten geführt. Zum wehmütigen Abschied des liebgewonnenen Bades gab es im letzten Mai mit „Kunst Geht Baden“ noch ein viel beachtetes Kulturspektakel mit 40 Künstlern aus der Region.

Das Architektur-Studio Gollwitzer aus München wurde mit der Planung eines Neubaus beauftragt, wobei die bestehenden Gebäude erhalten bleiben. Dazu kommt ein Technikgebäude mit der neuesten Badewassertechnik. Geheizt wird künftig über Wärmetransport und Solarenergie. Neben einem Nichtschwimmerbecken entsteht ein Schwimmerbecken mit 25 Meter-Bahnen, einer Rutsche und und einem Springteil.

Die Kosten für das neue Bad werden sich auf rund 10,4 Millionen Euro netto belaufen, wobei der Staat Fördermittel in Höhe von 593.200 Euro zuschießt. Dazu kommen die Erd- und Abbrucharbeiten mit rund 2,1 Millionen Euro. Ursprünglich hatte man mit drei Millionen gerechnet. Grund für die Kostenersparnis ist laut Hochbau-Chef Christian Kusch vom Landratsamt ein geändertes Entsorgungskonzept der Erde und des Bauschutts. Anstatt die gesamte Menge abtransportieren und entsorgen zu lassen, wird man jetzt ein Drittel der Menge nach Hofstetten bringen und ein zweites Drittel beim Neubau des Bades wieder einarbeiten (der KREISBOTE berichtete).

Schon zur Sommersaison 2021 ist die Inbetriebnahme des neuen Greifenberger Warmbades geplant. Das vernahmen die Ehrengäste des Spatenstichs wie Bürgermeister Johann Albrecht aus Greifenberg, Alexander Herrmann aus Schondorf und Siegfried Luge aus Eching sichtlich gerne.
Dieter Roettig

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