Richtfest in der Weststadt:

Großer Schritt für die Mittelschule Landsberg

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Während die Richtfestkrone über dem Rohbau des Erweiterungsbaus schwebt, lobt OB Mathias Neuer alle am Bau Beteiligten für den reibungslosen Ablauf. Die „Mittelschule Landsberg“ insgesamt, also auch der Bestand, soll im Sommer 2019 in neuem Glanz erstrahlen.

Landsberg – Es ist vollbracht: Die Richtfestkrone hängt über dem Erweiterungsbau der Mittelschule Landsberg. Bis Ostern kommenden Jahres wird auch der Innenausbau abgeschlossen sein – zumindest, wenn alles nach Plan läuft. Der Unterricht soll dann vorerst im Neubau weiterlaufen, während der bisherige Mittelschultrakt saniert wird. Und im Sommer 2019 wäre es dann soweit: Die Schüler der Schlossbergschule siedeln in das westliche Gebäude um – und Landsbergs Mittelschule läuft unter einer gemeinsamen Adresse.

„Der Baulärm war eine ziemliche Einschränkung des Unterrichts“, gibt Schulleiter Christian Karlstetter zu. „Aber wenn ich auf den Putz gehauen habe, waren die Bauleute sehr entgegenkommend.“ Laute Arbeiten wurden auf den Nachmittag verlegt. Karlstetter hofft, dass alles weiterhin so unproblematisch über die Bühne geht. Vor allem die Sanierung des alten Gebäudes: „Nicht dass man sagt, ‚Jetzt haben wir so viel Geld in die Mittelschule gesteckt, das muss reichen‘ und an der Sanierung spart.“ Dann entstünde wieder eine Zwei-Klassen-Gesellschaft innerhalb der Schüler. Oberbürgermeister Mathias Neuner kann beruhigen: „Peter Huber vom Bauamt plant schon die Renovierung des bisherigen Baus.“ Wenn dann alles fertig sei, „gibt es mindestens eine Woche Fest und Spiele.“

Bis zum Richtfest der ersten Etappe galt es Steine aus dem Weg zu räumen. Bis endgültig klar war, wo die vor fast vier Jahren aus Schlossberg- und Fritz-Beck-Schule entstandene „Mittelschule Landsberg“ untergebracht werden sollte, dauerte es drei streitbare Jahre: Erst im Juli 2016 gab’s den ersten Spatenstich.

Diese Unsicherheit habe man auch an den Schülerzahlen gemerkt, sagt Karlstetter: „Die Anmeldezahlen waren rückgängig, teilweise kam noch ein Viertel der Kinder einer Grundschule zu uns, teilweise aber nur noch zehn Prozent.“ Und die auf zwei Standorte verteilt. Nun gebe es ab der 7. Klasse keinen Musikunterricht mehr, das gleiche Problem bestehe bei Informatik. „Vor September 2019 wird es keine gemeinsame Schule geben, bis dahin kann viel kaputtgehen.“

Im Kostenrahmen

Der Innenausbau wird wohl im Januar fertig, schätzt Architekt Michael Walker von Scholl Architekten aus Stuttgart. Aber bisher laufe alles ohne Störfälle. Die ausführende Baufirma Riebler und Bauleiter Rainer Gessler von RRP Architekten und Ingenieure aus München sind ebenfalls zufrieden: „Wir sind einigermaßen in den Kosten geblieben.“ Das bestätigt Ulla Höss vom Hochbauamt Landsberg. Im Moment sehe es so aus, dass das Budget von 11,935 Millionen Euro zuzüglich 200.000 Euro für einen besseren Standard der Außenanlage (jetzt mit Allwetterplatz und Boulderwand) „mit einer Punktlandung“ erreicht werde. „Aber schauen wir mal“, fügt sie vorsichtshalber hinzu.

Der Erweiterungsbau bietet den Mittelschülern zehn zusätzliche Klassenzimmer und vier Gruppenräume. „Wenn Sie in die Schule hereinkommen, liegt rechts die Mensa und links die Aula“, beschreibt Walker. Letztere hat eine Raumhöhe von sieben Metern und soll 500 Personen fassen. Genutzt wird diese Halle auch von der Stadt für unterschiedlichste Veranstaltungen. Im Erdgeschoss des Querbaus, der alten und neuen Teil miteinander verbindet, werden Verwaltung und Lehrerzimmer untergebracht sein. Das ästhetische Konzept baut auf Holz in den Klassenräumen, außerhalb davon auf Sichtbeton wie auch im „Altbau“.

Beim Richtfest spielte das kleine Blechbläserensemble unter Hans-Jürgen Schwanzer. Zudem waren Landrat Thomas Eichinger, Bürgermeisterin Doris Baumgartl, Schulamtsdirektoren a. D. Rudolf Schönauer und Konrad Lemnitzer, Stadtbaumeisterin Birgit Weber sowie zahlreiche Stadtratsmitglieder anzutreffen – ein Zeichen dafür, wie wichtig Landsberg diese Schule sei, deutete OB Neuner.

Christian Karlstetter räumte beim Richtfest ein, dem Abschied vom Schlossberg bereits jetzt mit einem weinenden Auge entgegenzusehen: „Alles, was da oben blüht und gedeiht, trägt meine Handschrift.“ Ideen für die zukünftige Nutzung des Baus gibt es genug. Welche wohl realisiert wird? Der Oberbürgermeister ist sich sicher: „Das wird wieder eine Schule.“

Susanne Greiner

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