Ein erster Schritt zum Ganzen

Erweiterungsbau Wolfgang-Kubelka-Realschule in Schondorf ist fertig

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Über den Erweiterungsbau der WKR freuen sich (von links) Bürgermeister Alexander Herrmann, Schulleiter Günter Morhard (sitzend, links), Uttings Gemeindechef Josef Lutzenberger, Landrat Thomas Eichinger, Architekt Stefan Arlt und Christian Kusch vom Hochbauamt.

Schondorf – Es war wie eine „Operation am offenen Herzen“. So bezeichnete Schulleiter Günter Morhard die Bauarbeiten des neuen Gebäudes der Wolfgang-Kubelka-Realschule während des laufenden Schulbetriebs. Aber zeitweise Probleme wie Lärm, Strom-, Internet- oder Heizungsausfall waren vergessen, als das imposante Gebäude nach einem mehrwöchigen Probelauf jetzt offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde. Da nach der Fertigstellung des Gesamtensembles mit Sporthalle und saniertem Altbestand noch eine große Einweihungsfeier ansteht, sprach Landrat Thomas Eichinger als Bau- und Hausherr in seinem Grußwort nur von einer „kleinen Inbetriebnahme“.

Klein ist der „Erweiterungsbau C“, wie er offiziell heißt, natürlich nicht. Das zweistöckige Gebäude auf dem Platz der ehemaligen Turnhalle ist 39 Meter lang, 20 Meter breit und elf Meter hoch. Die Bruttogeschossfläche beträgt 3.000 Quadratmeter. Im Keller befinden sich die Technikräume mit Heizung, Lüftung, Elektro und EDV. Der großzügige Mensabereich im Erdgeschoss mit Speisesaal, Küche und Nebenräumen ist zwar fertiggestellt, aber wegen eines noch fehlenden Betreibers bis zum Beginn des neuen Schuljahres geschlossen. Das erste Obergeschoss umfasst drei Fachräume für Chemie, drei Räume für die Nachmittagsbetreuung der Ganztagsschule, zwei Ausweichräume sowie Nebenräume für WCs, Putzmittel und Technik. Im zweiten OG schließlich sind fünf Klassenzimmer und ein Lehrmittelraum untergebracht.

Die Kosten für den Erweiterungsbau hat man mit 8,5 Millionen Euro angesetzt, wobei der Freistaat zwei Millionen Euro zuschießt. Das Projekt WKR ist laut Thomas Eichinger das größte Bauvorhaben des Landkreises in der laufenden Legislaturperiode mit Gesamtkosten von 24 Millionen Euro inklusive des Erweiterungsbaus. Auch für Sporthalle und Komplettsanierung des Altbaus gibt es eine weitere Förderung von 5.528.000 Euro.

Gäste wie Schondorfs Bürgermeister Alexander Herrmann, Vertreter des Kreisausschusses, Elternbeiräte, Schülermitverwaltung und Lehrerkollegium wurden auf die „kleine Inbetriebnahme“ von der WKR-Schüler-Bigband in kleiner Besetzung eingestimmt. Architekt Stefan Arlt erzählte von den teils schwierigen Bauarbeiten auf dem beschränkten Platzangebot. Nach dem Abbruch der alten Turnhalle (Baujahr 1969) im Frühjahr 2018 und dem Beginn der Rohbauarbeiten im Sommer sei man trotzdem sehr zügig vorangekommen, so dass der Erweiterungsbau seit Anfang dieses Jahres genutzt werden kann. Bei der neuen Mehrzwecksporthalle hoffe er auf eine Fertigstellung bis Mai/Juni dieses Jahres. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten des Altbaus sollen bis Schuljahrbeginn 2020/21 abgeschlossen sein.

Schulleiter Günter Morhard dankte Landrat und Kreisausschuss für das Gesamtprojekt, das mit einem großzügigen Sportplatz auf dem Prix-Gelände natürlich noch optimaler wäre. Das sagte er mit einem Augenzwinkern, regte aber den zusätzlichen Bau eines Soccerfeldes an, „damit sich meine Jungs auspowern können“. Und er brachte noch einen unpopulären Vorschlag aufs Tablett: Die Einzäunung des gesamten Schulgeländes. Denn in den Ferien und an den Wochenenden würde das Areal von Jugendlichen zur „Feiermeile Ammersee-West und zu einem Funpark für Skater“ umfunktioniert. Müll, Scherben, Schmierereien, kaputte Fensterscheiben, sogar Fäkalien und ein Einbruch sollten Anlass genug sein, hier über entsprechende Maßnahmen nachzudenken.

Bevor es zum abschließenden Kaffee mit Faschingskrapfen ging, zeigte die Percussion-Gruppe der Realschule, dass auch die Akustik in den Klassenzimmern stimmt.
Dieter Roettig

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