Wieder Streit um alten Baum

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Ortsbildprägend, oder doch im Weg? Ob diese Esche in Asch wegen einer Baustelle.

Fuchstal – Nach der umstrittenen Baumfällaktion eines Landwirtes aus Asch droht nun einer alten Esche in der Dorfstraße in Asch der Tod durch die Kettensäge. Doch anders als bei der damaligen Nacht- und Nebelaktion steht der Baum noch und der Gemeinderat von Fuchstal beriet darüber.

Problem ist, dass auf dem Grundstück ein Haus für „Betreutes Wohnen“ errichtet werden soll. Für die Bau-stelleneinrichtung und insbesondere für den Kranaufbau gibt es nach Angaben des Bauherrn keinen anderen Platz. Außerdem müsste der Gehwegführung grundlegend geändert werden. Gemeinderatsmitglied Johannes Wolffhardt, der hauptberuflich als Architekt und Stadtplaner arbeitet, hält den Baum allerdings für ortsbildprägend.

„Die Verwaltung sollte alle Möglichkeiten prüfen, den Baum zu erhalten“, sagte er in der Gemeinderatssitzung, „zumal die Esche auch im alten Gemeindewappen enthalten ist“. Natürlich ist ihm auch bekannt, dass Eschen im Gegensatz zu Eichen nicht ewig halten und es ist ihm auch klar, dass der Baum nicht gehalten werden kann, wenn die Baugrube zu nah an den Wurzelbereich reicht.

Der Gesundheitszustand der Esche wurde bereits durch einen Landschaftsarchitekten überprüft, er hält den Baum für vital und überlebensfähig. Für Gemeinderatsmitglied Josef Weber sprechen dagegen praktische Gründe für ein Abholzen. „Die Äste werden bis an das Gebäude ragen“, argumentiert Weber. 

Bürgermeister Erwin Karg will auf jeden Fall eine Ersatzpflanzung vornehmen lassen, falls die Esche fällt, und es soll kein Winzling sein, sondern ein entsprechend großer Baum. „Statt einer Esche könne es auch eine Kastanie sein, die umgepflanzt werden kann“, meinte der Rathauschef.

Siegfried Spörer

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