Etwas Angst einjagen

Nach einer leichten Verletzung am Oberschenkel muss Nick Anderson die nächsten Trainigstage etwas kürzer treten. Schließlich gilt die volle Konzentration beim EV Landsberg den beiden Spielen am Wochenende. Foto: Krivec

Jetzt verbleiben dem EV Landsberg noch zwei Spiele in der Hauptrunde, in denen es zum einen um wichtige Punkte geht, zum anderen aber auch die Gruppeneinteilung für die Zwischen­- runde festgelegt wird. In der Gruppe A werden die Platzierungen 1, 4, 5, 7 und 10 gegeneinander antreten, in der Gruppe B demnach die Mannschaften auf den Plätzen 2, 3, 6, 8 und 9. EVL-Coach Dave Rich schätzt Füssen als deutlich stärker als Peiting ein. „Füssen hat drei gute Reihen und einen Torwart, der wohl die beste Saison seines Lebens spielt.“

Demnach sollten die Landsberger gegen die Allgäuer am Freitag eher verlieren, um deren Tabellenplatz zu festigen, doch derlei Überlegungen weist der EVL-Coach von sich: „Regensburg und Selb, die direkt vor uns liegen, haben wieder verloren, denen würden wir schon noch gerne Angst einjagen. Im Moment können wir jede Mannschaft schlagen, das wollen wir auch zeigen.“ Zu einem vorentscheidenden Match kommt es am Sonntag um 19 Uhr in Landsberg. „Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel gegen Regensburg.“ Die große Hoffnung des EVL-Trainers: Von weiteren Verletzungen verschont bleiben. Torhüter Rotislav Kosarek wurde inzwischen an der Schulter operiert, damit dürfte die Saison für ihn beendet sein. Alex Reichelmeir fehlt noch für rund drei Wochen, am Sonntag verletzte sich noch Nick Anderson leicht am Oberschenkel und bekommt damit ebenso eine kurze Trainingspause wie Mark Hemmerich, der seit Tagen wegen einer Platzwunde Antibiotika nehmen muss. Beide sollten am kommenden Wochenende voraussichtlich wieder spielen können, doch für Rich wird die Aufgabe nicht einfacher: „Mit Meier, Hemmerich und Bacek muss ich praktisch einen komplett neuen Block einspielen, wobei uns alle drei deutlich verstärken, vor allem in Überzahl haben wir jetzt mehr Möglichkeiten.“ Dazu nicht mehr beitragen wird allerdings Nico Rossi. Dieser sucht jetzt sein Glück in der Bayernliga in Germering. „Nichts gegen Rossi, aber er war viermal verletzt, viermal krank, tauchte dann zwei Wochen lang einfach nicht zum Training auf und forderte dann trotzdem plötzlich mehr Eiszeit“, berichtet Rich. Ebenfalls getrennt hat sich der EVL von Team­betreuer Jörg Fuchs. Dafür konnte man mit Christian Neuert jetzt ein großes Talent an Land ziehen. „Beim Juniorenspiel am Wochenende war er der beste Spieler auf dem Eis“, sagt Rich. „Ich wundere mich wirklich, warum Passau den ziehen lässt, er ist groß, kräftig, hat einen Super-Schuss.“ Für die 1. Mannschaft des EVL darf Neuert in dieser Saison maximal noch vier Spiele absolvieren, für die kommende Saison ist er laut Rich aber auf jeden Fall eine Option – vor allem, da er einen ungewöhnlichen Einsatzwillen zeigt: Neuert fährt derzeit täglich von Deggendorf zum Training in die Lechstadt. Trotz Autobahn bedeutet das fast zwei Stunden Fahrzeit – einfach. Rich: „Wahnsinn, aber der will eben.“ Manchem Spieler waren in dieser Saison schon die 28 Minuten von München nach Landsberg zuviel…

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