Etwas mehr wäre drin gewesen für HSB Landsberg

Die Rollen waren vor dem Aufeinandertreffen von Heimerer Schulen Basket Landsberg und dem Regionalliga-Titelfavoriten Würzburg Baskets klar verteilt. Niemand traute den Lechstädtern ernsthaft einen Sieg zu. Tatsächlich konnten die Mannen von Trainer Alexander Kharchenkov den Franken nur im ersten und noch teilweise im zweiten Viertel Paroli bieten. Nach dem Seitenwechsel brach die HSB ein und Würzburg sorgte für die Vorentscheidung zum deutlichen 100:75-Erfolg.

Die Gastgeber aus Unterfranken machten sich bis kurz vor Saisonbeginn Hoffnungen auf den freigewordenen Startplatz in der ProB und stellten dementsprechend ambitioniert ihren Kader zusammen. Er sollte auch für die höhere Liga konkurrenzfähig sein, denn mittelfristig will Würzburg wieder nach ganz oben. Strukturen aus vergangenen Bundesligazeiten, als noch Dirk Nowitzki für seine Heimatstadt Würzburg spielte, sind zum Teil vorhanden. So auch die Spielstätte der Baskets, die s.Oliver-Arena. Knapp 2500 Zuschauer fanden den Weg in die bundesligataugliche Halle und ließen der handvoll mitgereisten Landsberger Fans so keine Chance sich bemerkbar zu machen. Dennoch starten Kharchenkovs Mannen sehr gut in die Partie. Mit voller Konzentration gingen Michael Teichner und Co. zu Werke. Auf die vielen offensiven Waffen der Würzburger hatten sie stets eine passende Antwort parat. Andrais Thornton und Jason Boucher hielten ihre Mannschaft im Spiel ehe die Gastgeber auf 22:14 davon zogen. Doch auch davon ließen sich die Landsberger nicht beirren. Zwei Dreier von Robert Apelt und HSB war zur ersten Schlusssirene wieder auf 26:25 dran. Auch im zweiten Spielabschnitt boten beide Teams ansehnlichen Offensivbasketball. Würzburg legte mit einem 11:0-Lauf vor, aber Landsberg kam wieder heran. Jedoch häuften sich bei der HSB schon jetzt die Fehler. Durch viele unnötige Wechsel ging der Spielfluss verloren. Lars Ullrich und Joe Hountondji konnten an Stelle von Jason Boucher keinerlei offensive Gefahr ausstrahlen; Würzburg blieb in Front. Es fehlten die offensiven Faktoren, um das Spiel zur Halbzeit (51:44) ausgeglichener gestalten zu können. Nach der Pause ging dann gar nichts mehr bei den Lechstädtern. Würzburg zog sofort auf 62:44 davon. Jetzt waren die 2500 Fans erst recht „im Spiel“. Landsberg war sichtlich verunsichert, konnte das vorgegebene Konzept nicht mehr umsetzen und verfiel wie schon bei der Niederlage in Leitershofen mehr einer Streetball-Spielweise. Hinzu kam, dass Robert Apelt mit plötzlichem Übelkeitsgefühl das Feld verlassen musste. Andrais Thornton (29 Punkte) wurde durch Krämpfe außer Gefecht gesetzt und Jason Boucher (13) gelang gegen die enorm starke Würzburger Verteidigung in der zweiten Halbzeit kein einziger Punkt, sodass es für den Ligafavoriten kein Problem war, das Spiel am Ende deutlich mit 100:75 für sich zu entscheiden. „Wir brauchen uns nicht schämen“, sagte HSB-Manager Jürgen Fleßner im Anschluss, stellte aber zugleich enttäuscht fest, dass mit mehr Konstanz im Spiel der HSB durchaus mehr drin gewesen wäre. Auch hätten die Ausfälle von Apelt und Thornton sehr geschmerzt. Positiv hebt er Lukas Klocker hervor, der bei 14 Punkten vier von sieben Dreiern traf. Klocker war damit die positive Überraschung des Spiels war. Wundertüte im Sportzentrum Am kommenden Samstag empfängt man dann mit der SpVgg Rattelsdorf die Wundertüte der Liga. Niederlagen gegen vermeintliche Kellerkinder wechseln sich mit überragenden Siegen ab – jüngst gegen ProB-Absteiger Ansbach. Landsberg muss sich also auf alles gefasst machen und wieder mit voller Konzentration zu Werke gehen. Unterschätzen darf man in dieser ausgeglichenen Liga keinen Gegner.

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