EVL-Kids wollen zum HC Landsberg

Der erste Schritt zur Rettung des Landsberger Eishockey-Nachwuchses ist teilweise getan. 70 Eltern haben gestern, Montagabend, in einer eigens einberufenen Versammlung dafür gestimmt, ihre Kinder zum HC Landsberg wechseln zu lassen, sofern dieser sie übernimmt.

Laut den Verbandsvorgaben müssten knapp 100 der 122 Spieler(-Eltern) diesen Schritt tun, damit die Teams in ihren Ligen weiterspielen können. Deshalb sollen bis Mittwoch die Stimmen der nicht erschienenen Eltern eingeholt werden. Nachwuchs-Organisator Stefan Schindler: „Beim EVL ist Schluss. In der Bilanz werden wohl Schulden von 500000 Euro stehen. Eine Rettung ist nicht möglich. Wenn heute kein klares Ja aus dieser Versammlung kommt, ist es mit dem Nachwuchs aus.“ Auch HCL-Vorstand Markus Haschka nahm kein Blatt vor den Mund. „Wir haben in finanzieller Hinsicht Bedenken. Für einen kleinen Verein sind das große Summen, die aufgebracht werden müssen.“ Zudem „gibt es keinen Zweit- oder Oberligaverein mehr, der da oben dran steht. Es werden erst einmal kleinere Brötchen gebacken werden müssen.“ Haschka übermittelte auch positive Signale von Seiten der Stadt und OB Lehmann. Zahlreiche Vorgespräche zwischen HCL, Nachwuchs, Förderverein, Fanclubs und Privatpersonen wurden im Vorfeld geführt, so dass man mit Karl-Heinz Zotzmann (Abteilungsleitung), Uwe Köhn (Schatzmeister Nachwuchs) und Walter Ott (Marketing) bereits Personal vorstellen konnte. Falls die nötige Anzahl an Eltern und Spielern zusammengebracht wird, steht die nächste Hürde voraussichtlich am Freitag, 13. Mai, an. Dann sollen die HCL-Mitglieder über den weitreichenden Schritt ent­scheiden. Ein Stück des EVL ist bis dahin schon Geschichte: Der private Betreiber wird am Wochenende das Fan-Forum im Internet abschalten.

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