EVL-Sieg unter Protest

Die mageren Zeiten beim EV Landsberg 2000 schienen vorüber, doch die beiden Siege nach der Länderspielpause waren wohl nur ein Strohfeuer. Bei den Passau Black Hawks kassierten die Lechstädter eine 6:2-Schlappe. Schlimmer war ein Vorfall im Spiel gegen Bad Tölz, der Punkte kosten könnte.

Es war die 20. Minute am Hungerbachweg. Thorsten Rau macht gerade das 2:0 und ebnet so den Weg zum 3:2-Sieg gegen die „Löwen“. Bald danach wird klar, dass Rau den Treffer gar nicht hätte erzielen dürfen. Obwohl der Oldie vier Strafminuten hätte absitzen müssen, wurde er schon nach der Hälfte wieder aufs Eis gelassen. Der Treffer zählte, da Schiedsrichter Stascha Ninkov den Fehler nicht gleich bemerkte. Die Tölzer aber reagierten sofort und legten unmittelbar nach der Partie Protest ein. „Spätestens Ende dieser, Anfang nächster Woche wird das DEG-Spielgericht darüber entscheiden, ob die Partie wiederholt werden muss“, kündigt ESBG-Geschäftsführer Oliver Seeliger an. Er selbst zeigt sich ratlos, weil es einen vergleichbaren Fall noch nie gegeben hat. Klar ist aber, dass schnell entschieden werden muss, denn bereits in anderthalb Wochen endet die Hauptrunde. Somit bliebe für ein Nachholspiel nicht mehr viel Zeit. Das Spiel am Freitag allerdings war damit nur noch Nebensache. Daniel Nörenberg hatte den EVL 35 Sekunden vor dem ominösen Rau-Tor in Führung gebracht. Ab dem zweiten Drittel kam aber von den Landsbergern viel zu wenig. Logische Konsequenz war ein Doppelschlag von Yasim Ehliz und Christian Urban innerhalb von nur 22 Sekunden zum 2:2-Ausgleich (24.). Den Dusel-EVL-Sieg machte Michal Kapicka in der 47. Minute perfekt, als er irgendwie die Scheibe über die Torlinie stocherte. Allerdings hätte es gut und gerne auch anders stehen können. Insgesamt fünfmal trafen die Tölzer an diesem Abend Pfosten oder Latte. Nach 12 Minuten… Auch die Partie bei den Passau Black Hawks begann anders, als sich das die Landsberger Verantwortlichen vorgestellt hatten. Im Grunde genommen war die Partie nach etwas mehr als zwölf Minuten entschieden. Passau führte zu diesem Zeitpunkt durch Treffer von Daniel Bucheli (3.), Philipp Michl (10.) und Andreas Popp (13.) bereits mit 3:0. „Wir haben im ersten Drittel einfach sauschlecht gespielt“, konstatierte ein frustrierter Coach Marian Hurtik nach der Partie. Es musste schon ein doppeltes Überzahlspiel her, damit wenigstens auch die Landsberger mal jubeln konnten. Fabian Krull verwandelte aus etwa sechs Metern Torentfernung zum 3:1 (16.). Signalwirkung hatte der Treffer allerdings nicht. Dafür war der EVL – ohne den wieder einmal kranken Leinonen und den angeschlagenen Widmann – in der Abwehr zu anfällig. Folgerichtig konnten die Passauer im zweiten Abschnitt auf 5:1 erhöhen. Matthias Pilz (30.) und Philipp Michl (40.) überwanden EVL-Keepter Peter Holmgren. Am Ende brachten die Hausherren die Sache sicher nachhause. Bucheli erhöhte auf 6:1 (48.), Thorsten Rau gelang 73 Sekunden noch ein Ehrentreffer zum 6:2-Endstand. Alter Rivale kommt Für Marian Hurtik ist die Klatsche kein Grund zur Panik. „Alles ist noch möglich. Wir können Siebter aber auch noch Vierter werden.“ Letzteres aber nur, wenn die Landsberger eine gehörige Leistungssteigerung bringen – etwa am kommenden Freitag zuhause im Derby gegen Rosenheim (20 Uhr). Am Sonntag geht es dann zum Spitzenteam zu den Crusaders nach Dortmund.

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