Kaufering und der Tempo 30-Zoff

Facebook-Posts und ein Foto

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Die im September 2017 beschlossene Einführung der Tempo 30-Zone für Kaufering hat jüngst zu einem Schlagabtausch zwischen zwei Bürgermeisterkandidaten geführt.

Kaufering – Wer auch immer in Kaufering das Bürgermeisteramt zukünftig ausüben wird, kann sich darauf verlassen, dass die im September 2017 beschlossene Einführung der Tempo-30-Zone noch richtig Ärger machen kann und wird. Jüngstes Beispiel ist ein Facebook-Eintrag von Thomas Salzberger (SPD). Dort schreibt er, dass er gegen die flächendeckende Einführung der Tempo-30-Zone gewesen sei.

Die Antwort auf Salzbergers Eintrag kam prompt. Bürgermeisterkandidat Andreas Keller (GAL) postete auf der Salzberger Seite: „Deine Behauptungen, dass du gegen die flächendeckende Einführung der Zone 30 gestimmt hast, ist falsch. Wie du selber genau weißt, hast du am 27.09.17 eindeutig für den Beschluss gestimmt, die Zone 30, so wie jetzt bereits umgesetzt, einzuführen. Das ist eine bewusste Täuschung der Öffentlichkeit. Was versprichst du dir davon?“ Salzberger nahm es gelassen. Das habe er unter dem Thema Wahlkampf abgehakt, betonte er auf Anfrage des KREISBOTEN. In der besagten Gemeindesitzung gab es drei Abstimmungen zu diesem Thema. Er habe sich immer für die Beibehaltung der „Hauptstraßen“ mit der Vorfahrtsberechtigung ausgesprochen, beteuert Salzberger. Das hätte aber nach geltender Rechtslage Tempo 50 bedeutet. In der finalen Abstimmung habe er dann aber doch für die Tempo-30-Zonen gestimmt, weil auch er Tempo 50 im Ort nicht wolle. 

Kellers Kommentar ist zwischenzeitlich von der Seite verschwunden. Ärger gab es noch um ein Foto, das Keller an die Presse geschickt hatte. Es zeigt die Abstimmung im Marktgemeinderat zu den Tempo-30-Zonen und sollte als Beweisfoto für das Abstimmungsverhalten Salzber­gers dienen – der Name des Fotografen ist der Redaktion bekannt. Ein Bürgermeisterkandidat verschickt so ein Foto, obwohl bei Marktgemeinderatssitzungen nicht aus dem Publikum heraus fotografiert werden darf. Harter Toback. Bürgermeister Erich Püttner lehnte eine Stellungnahme dazu grundsätzlich ab; er dürfe sich nicht in den Wahlkampf einmischen. 

Siegfried Spörer

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