Gutes Rüstzeug für die Zukunft

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Mit den Besten: Schulleiter Oswald Kurr, OB Mathias Neuner, Laura Wörndl, Franziska Mair, Katharina Müller, Ludwig Kirchbichler und Niko Hennel.

Landsberg – Für die Landsberger Fachabiturienten ist die größte Veranstaltungshalle der Stadt gerade groß genug. Heuer sind es 276 junge Damen und Herren, die die Fach- beziehungsweise Berufsoberschule (FOS/BOS) erfolgreich durchlaufen haben.

Am vergangenen Freitag durften sie im Sportzentrum ihre Abschlusszeugnisse entgegennehmen. Unter den Gratulanten befand sich auch OB Mathias Neuner, selbst ehemaliger Fachabiturient. „Ich bin einer von euch“, das konnte das Stadtoberhaupt den Schülern, aber auch den Eltern zurufen, da er selbst eine Tochter an der FOS hat. „Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr auch als Vater hier bin.“ Von FOS/BOS als Schulart jedenfalls ist Neuner überzeugt. „Das Fachabitur bietet das Rüstzeug für einen vernünftigen Beruf.“ Nicht zuletzt erwerbe man hier „Wortgewaltigkeit und Selbstbe- wusstsein“.

Der Abschluss berechtigt zum Besuch der Fachhochschule, bietet aber bei entsprechender Leistungsstärke auch die Chance, in einem weiteren Jahr via FOS 13 die fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife zu erlangen.

Von den Absolventen des Technikzweiges will nur jeder Fünfte, der den erforderlichen Notenschnitt vorweisen kann, diesen Weg wählen, wie Schulleiter Oswald Kurr bedauerte. Aufgrund der zu geringen Schülerzahl werde deshalb für das kommende Schuljahr in der FOS13 keine Techniker-Klasse zustande kommen. Vor diesem Hintergrund freute es Kurr besonders, dass heuer gerade ein Techniker den besten Abschluss des gesamten Jahrgangs zustande gebracht hatte: BOS-Schüler Ludwig Kirchbichler mit einem Schnitt von 1,33.

Für insgesamt fünf Einser-Abiturienten gab's zusätzlich zum guten Zeugnis den Bester-Preis der VR-Bank Landsberg-Ammersee, den Vorstand Stefan Jörg überreichte. Jörg lobte die hohe Leistungsbereitschaft der Absolventen und verglich die erworbene Bildung mit einem Wanderrucksack: „Er hat vielleicht manchmal schwer auf die Schultern gedrückt, aber Sie werden damit weit kommen.“ Was nicht bedeute, dass man sich geographisch entfernen müsse. Als wirtschaftlich starke Region biete der Landkreis genügend Arbeitsplätze und Aufstiegsmöglichkeiten für alle.

Glückwünsche sprach auch Elternbeiratsvorsitzende Hildegard Haß-Kränzle aus. Den Fach­abiturienten wünschte sie „einen offenen Geist, offene Augen, Instinkt und Mut“ für die spannende Zeit, die nun beginne. Die Sicht der Betroffenen stellte Andreas Steinacher als Vertreter der Schülermitverantwortung (SMV) dar. „Im selbsternannten Bildungsland Bayern wurde uns nichts geschenkt“, so der Absolvent des Wirtschafts-Zweiges. Eine große Zahl an Exen, Kurzarbeiten und Schulaufgaben sei Schlag auf Schlag über die Schüler hereingebrochen, in unzähligen Stunden habe man sich in Lerngemeinschaften auf die Abschlussprüfungen vorbereitet. Lob gab es für die Lehrer, „die uns freundlich und voller Elan unterstützt haben“.

Ulrike Osman

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