Keine Angst vor der Zukunft

Fachoberschule und Berufsoberschule entlassen ihre 421 erfolgreichen Absolventen

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Die acht besten FOS- und BOS-Abiturienten: Jana Ludwig, Laura Lichtblau, Timon Trapp, Julian Lindner, Laureen Kinberger, Ann-Sophie Pokorny, Dominik Sepp, Ludwig Muggli und Anna Lena Stannecker (von links) mit Schulleiter Lorenz Häckl (ganz links) und Manfred Doll (VR-Bank Landsberg-Ammersee).

Landsberg – Gleich eine doppelte Premiere fand am Freitag im Sportzentrum statt: Zum ersten Mal wurden Fachabitur- und Abiturzeugnisse in einer gemeinsamen Veranstaltung an 421 erfolgreiche Absolventen der Fachoberschule (FOS) und Berufsoberschule (BOS) verliehen. Und zum ersten Mal fand dies unter der Federführung des neuen Schulleiters Lorenz Häckl statt, der auf seine Abi- turienten sichtlich stolz war. „Ich vermute, es sind so viele wie an allen drei staatlichen Gymnasien im Landkreis zusammen.“

Abiturienten und Angehörige summierten sich auf rund 1.000 Personen, die eine rundum gelungene Feier mit souveränen Moderatorinnen (Lena Hammer und Nicole Boywitt), guter Musik vom Akustikduo Keep it High und bestens gelaunten Spitzenvertretern von Stadt und Landkreis erlebten. Landrat Thomas Eichinger verglich die große Auswahl an Studien- und Berufsmöglichkeiten, denen die Absolventen sich jetzt gegenübersehen, mit den vielen Sorten an einer Eistheke. Manch einer würde da vor lauter Qual der Wahl vielleicht zurückschrecken – oder im ersten Anlauf die falsche Entscheidung treffen. Auch ihm, Eichinger, sei es so gegangen, als er sich trotz schwacher Mathefähigkeiten an einem BWL-Studium versucht habe, bevor er erfolgreich auf Jura umschwenkte. Einige würden ihm vorwerfen, er könne noch heute nicht richtig rechnen, so Eichinger augenzwinkernd im Hinblick auf den ständigen Hickhack zwischen Landkreis und Gemeinden, wenn es um die Kreisumlage geht.

Oberbürgermeister Mathias Neuner, der nach Eichinger ans Rednerpult trat, konterte prompt, er sei nach seinem FOS-Abitur Ingenieur geworden. „Ich kann rechnen.“ Den Abiturienten bescheinigte er, mit dem hart erarbeiteten Abschluss eine Wendemarke in ihrer Biografie erreicht zu haben. „Das Jahr 2018 werden Sie sich Ihr Leben lang merken.“ Nun gehe es darum, einen Beruf zu finden, der auch Berufung sei. „Wer sein Hobby zum Beruf macht, braucht nie wieder zu arbeiten.“

Elternbeiratsvorsitzender Bernd Schwarz legte den Abiturienten ans Herz, sich nicht verunsichern zu lassen, aus Furcht vor den Konsequenzen einer falschen Entscheidung. Fehler seien menschlich und gehörten dazu. Auch er betonte, wie wichtig die Freude am Beruf ist. „Geld ist ein schwacher Trost für einen langweiligen Job.“ Den vom Elternbeirat gestifteten Ex-Norm-Award überreichte Schwarz an den Lehrer Thomas Binder, der mit außergewöhnlichem Engagement eine Informationsveranstaltung über die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) organisiert habe. Von 1.700 Schülern, die daran teilnahmen, haben sich bereits über 600 als Spender registrieren lassen – und drei sind tatsächlich schon Spender geworden.

Als Vertreter der VR-Bank Landsberg-Ammersee verglich Marketing-Chef Manfred Doll das Abitur mit dem Tiefbau eines neuen Hauses. „Jetzt stehen Sie auf einem festen Fundament und können Wände hochziehen, vielleicht sogar mehrere Stockwerke.“ Die erfolgreichsten Abiturienten der verschiedenen Fachrichtungen zeichnete Doll mit dem von der VR-Bank gestifteten Bester-Preis aus. Er ging an Jana Ludwig, Laura Lichtblau, Timon Trapp, Julian Lindner, Laureen Kinberger, Ann-Sophie Pokorny, Dominik Sepp, Ludwig Muggli und Anna Lena Stannecker.

Schulleiter Häckl riet allen Absolventen, mit Beharrlichkeit und Leidenschaft ihre Ziele zu verfolgen. Und wenn man unterwegs auch mal schlechte Erfahrungen mache, „dann schadet das in den allermeisten Fällen nicht“.

Ulrike Osman

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