Fällt der Riese? – Gnadenfrist für die Wengener Weide

Die Weide am Dorfplatz spaltet die Einwohner von Wengen. Die einen wollen sie erhalten, die anderen wollen sie fällen. Bis 24. November läuft nun die Gnadenfrist, dann werden in der Marktgemeinde Nägel mit Köpfen gemacht

. Nachdem sich zuletzt eine Gruppe Wengener Bürger um den Tierarzt Dr. Ernst Meier bereit erklärt hatte, den vom Schwefelporling zersetzten, rund 80 Jahre alten Baum zu erhalten und auch für die notwendigen Sicherungsmaßnahmen aufzukommen, hatte die Marktgemeinde die bereits geplante Fällung zurückgenommen. Nun aber haben sich andere Wengener Bürger zusammengetan und eine Unterschriftenliste bei der Gemeinde eingereicht: Sie fordern die Fällung des kranken Baumriesen und eine Ersatzpflanzung an gleicher Stelle, so wie es ursprünglich von den Mitgliedern des Bauausschusses vorgesehen war. Bis zum 24. November bekommt der Baum nun eine Gnadenfrist, entschied Bürgermeister Herbert Kirsch auf der jüngsten Gemeinderatssitzung. Denn bis dahin soll jeder Gemeinderat alle Unterlagen, wie etwa die Gutachten von Baumsachverständigen und die Schreiben der Bürger, auf dem Tisch haben und sich gründlich auf eine persönliche Entscheidung vorbereiten können. Der Gemeinderat will dann unter den neuen Voraussetzungen nochmals über eine eventuelle Fällung abstimmen.

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