Zentrum für die ganze Familie

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Das Familiencafe ist Herzstück im Mütter-/Väter- und Familienzentrum „Familienoase Landsberg“ in der Waldheimer Straße.

Landsberg – „Lächelnde Eltern haben lächelnde Kinder.“ Unter diesem Motto öffnet das Mütter- und Familienzentrum „Familienoase“ in der Waldheimer Straße 11 von Montag bis Freitag seine Pforten. Raus aus dem Erziehungsalltag ist es ein Treffpunkt für Familien in ähnlichen Lebenssituationen – Kontakte knüpfen, Kurse oder Veranstaltungen besuchen – hier finden Eltern ein offenes Ohr und Unterstützung. Am 24. September feiert die Einrichtung ihr zehnjähriges Bestehen.

Vor rund zehn Jahren merkten die Mitbegründerinnen Heike Brummer und die Sozialpädagogin Tanja Kirchberger, dass in Landsberg etwas fehlt: ein Familienzentrum, in dem jeder, ob Familie oder alleinerziehend, seinen Platz findet und Kontakte knüpfen kann. An dem Vorbild der Mütterzentren, welche seit den 1970er Jahre in Deutschland etabliert sind, entwickelten sie und sieben weitere Familien mit viel Engage- ment und ehrenamtlicher Tätigkeit 2002 den gemeinnützigen Verein. Zwei Jahre später, am 24. September 2004, war es dann soweit: das Mütter- und Familienzentrum „Familienoase“ wurde am Hauptplatz in der Hubert-von-Herkomer-Straße eröffnet. Im Mittelpunkt stehen seitdem die Bedürfnisse und Interessen von Familien. 

Längst gefestigt 

„Nicht jeder kann alles, aber gemeinsam können wir das, was wir brauchen“, ist der Grundsatz, welchen der Vorstand, bestehend aus Claudia Schneider, Petra Rieker, Vanessa Kochinka, Sabine Sangl und Manuela Burghardt, bis heute verfolgt. Und das Konzept hat sich ausgezahlt: 2013 zählte das Zentrum etwa 10000 Besucher. 

Heute als Institution gefestigt und freier Träger der Jugendhilfe ist es auch im Pool der bayerischen Mütterzentren voll eingebunden. Für unzählige Eltern mit ihren Kindern ist es aus Landsberg nicht mehr wegzudenken. Aufgrund des Andrangs und der Angebotsvielfalt erwies sich das Domizil am Hauptplatz sehr schnell als zu klein. Es dauerte aber noch Jahre bis eine geeignete Bleibe mit rund 250 Quadratmeter Nutzfläche in der Waldheimer Straße gefunden wurden. 

„Herzlich willkommen in der Familienoase“, begrüßt eine Gastgeberin den Besucher und führt auch gleich in den freundlichen gestalteten Räumen herum. Herzstück, und von An­fang an fester Bestandteil, ist das Familiencafe. Bei Brezen und Kaffee können Eltern in zwangloser Runde Erfahrungen austauschen und Kontakte knüpfen, während sie ihre Kleinen, die sich im angeschlossenen Spielbereich beschäftigen, im Blick haben. „Unsere Hauptzielgruppe sind Eltern mit ihren Kindern, wobei wir für alle Menschen offen sind, die gerne Familien um sich haben – Senioren etwa“, so Kirchberger. Vorstand und Mitglieder entscheiden regelmäßig über den Angebotsbestand, welcher breit gefächert ist: für die Kleinsten gibt es eine Krabbelgruppe, für die Größeren feste Spielgruppen. Hier werden erste Lieder und Spiele eingeübt und Freundschaften geschlossen. Eine Auszeit von den Eltern (oder den Kindern) bietet die „Kinderinsel“, in der stundenweise maximal zwölf Kinder von erfahrenen Pädagogen betreut werden. 

Mit Klamottenkiste 

Von Beginn an wichtiger Bestandteil ist auch die „Klamottenkiste“, ein kleiner Second- Hand-Laden, dessen Ziel es ist, Familien finanziell zu entlasten. Zusätzlich werden noch Informationsveranstaltungen und Vorträge mit wechselnden Themen angeboten. 

Ausführungen zu Erste-Hilfe-Maßnahme gehören genauso dazu wie beispielsweise das alljährliche Basteln von Adventskränzen. Weitere Kurse, auch von externen Anbietern, die sich mit den Vorstellungen des Vereins decken, können in der Familienoase besucht werden. 

Stets ehrenamtlich 

Ob jung, ob alt, ob groß oder klein, jeder Interessierte ist in der Familienoase willkommen. Dabei ist ein spontanes Vorbeikommen genauso gerne gesehen wie eine Kursteilnahme. Da das Angebot unverbindlich und allenfalls mit geringen Kosten (etwa einem Spielgruppenbeitrag) verbunden ist, entsteht oftmals bei vielen Müttern der Wunsch, etwas zurückzugeben – sie werden ehrenamtlich tätig. „Die Ehrenamtlichkeit bleibt unser großes Ziel an dem wir festhalten, denn jeder kann etwas beitragen und daraus entstehen oft die tollsten Dinge von Familien für Familien“, erzählt Kirchberger. 

Vom Vorstand geleitet und von den Mitgliedern getragen hat sich in Landsberg ein Zentrum etabliert, das den Alltag vieler Familien entlastet hat und sowohl Eltern als auch Kindern eine schöne Zeit beschert hat. Die Familienoase Landsberg in ihrer heutigen Form wird zehn Jahre alt und sie wächst mit all den Menschen weiter, die an ihr teilhaben.

Ruth Fries

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