Familienunternehmen – Baustoffhandel Rieth: "Aus Tradition innovativ"

Mit Ziegeln fing alles an; Ziegel, die für den Neuaufbau benötigt wurden. Es war das Jahr 1949, als der Architekt und Ingenieur Hans Rieth die Idee hatte, auch Materialien für die Projekte zu liefern, die er in seinem zwei Jahre zuvor gegründeten Büro betreute. Heute, 60 Jahre später, ist die Produktpalette um viele Bereiche gewachsen, doch Geschäftsführer Carsten Rieth ist das Konzept seines Großvaters nach wie vor sehr wichtig.

„Mein Großvater hat die Zeichen der Zeit erkannt und dabei immer auf die Wünsche seiner Kunden reagiert. Das ist das Gleiche, was wir heute auch noch tun, auch wenn sich die Gewichte verschieben“, erklärt Carsten Rieth. Und die Zeichen der Zeit waren günstig für Hans Rieth. Aus einem reinen Projektbüro wurde 1949 das Gewerbe „Baustoffhandel Landsberg Arch. Hans Rieth“, das er auf dem Gelände an der Münchener Straße im Landsberger Osten betrieb. Dort befindet sich auch heute noch der Firmenstandort. Drei Jahre später konnte der erste Lastwagen angeschafft, der erste Mitarbeiter eingestellt werden. Doch auch Kunden, die Steine mit Pferdefuhrwerken wegschafften, gehörten zum Bild. 1962 war dann mit dem Bau des Betonsteinwerks der Beginn der Produktionsbetriebe, im Jahresabstand folgte das Werk für Transportbeton und die Eisenbiegerei, 1970 wurde die erste Elementdeckenproduktion der Region eröffnet. Diese Bereiche lagen zunächst alle im Freien. Das Transportbetonwerk wurde 1972 an die Iglinger Straße verlegt, doch der Beton für ein besonderes Großprojekt stammte noch vom ursprünglichen Werksgelände. „Mit unserem Beton wurden die Brückenpfeiler der Autobahnbrücke über den Lech gefertigt“, erzählt Carsten Rieth. Und das war im Juni 1971 richtige Akkordarbeit. Die vergleichsweise kleinen Betonmischlaster waren Tag und Nacht im Einsatz, die Fahrer machten kaum Pausen, weil sie stolz darauf waren, an einem solchen Projekt mitzuarbeiten. Seit den späten 70er Jahren wird der Betrieb ständig erweitert und modernisiert, auf dem rund 40000 Quadratmeter großen Gelände entstehen nach und nach neue Produktionsstätten, Verwaltungsgebäude und Lagerhallen. 2005 wird das BauZentrum in seiner jetzigen Form eröffnet. „Die Prioritäten haben sich im Lauf der Zeit verschoben“, erläutert Carsten Rieth, „Mein Großvater hat in erster Linie Material geliefert. Das ist heute auch noch wichtig, es wird immer gebaut werden. Aber wir verstehen uns hauptsächlich als Problemlöser, vornehmlich im energetischen und im Renovierungs- und Sanierungsbereich. Die Leute haben eine Vorstellung von ihrem Projekt und möchten von uns beraten werden, wie sie ihre Aufgabe lösen können.“ Auch Carsten Rieth und sein Vater Harald Rieth haben die Zeichen der Zeit erkannt und darauf reagiert, wie vor ihnen schon der Firmengründer Hans Rieth. Neue KREISBOTEN-Serie Gerade in Zeiten wie diesen gelten Unternehmen, in denen eine Familie das Sagen hat, als wahre „Anker der Stabilität“. Und nicht selten wird bei den Mitarbeitern zuletzt gespart – anders als in manchem Großkonzern. In loser Folge porträtiert der KREISBOTE Familienbetriebe aus dem Landkreis Landsberg, die mindestens in dritter Ge- neration geführt werden – und das sind nicht wenige!

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