Würfel am Hindenburgring

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Lange schon liegt das ehemalige Vereinsheim des „1. EVL-Fanclubs“ am Hindenburgring brach, jetzt möchte ein Investor auf dem Grundstück ein fünfgeschossiges Wohn- und Geschäftsgebäude bauen – die Baracke wird vermutlich abgerissen.

Landsberg – Die Tage des einstigen Vereinsheimes des 1. EV Landsberg-Fanclubs am Hindenburgring sind gezählt. Der Grundstückseigentümer plant dort ein Wohn- und Geschäftsgebäude. Der Bauausschuss geneh­migte den fünfgeschossigen Bau mit Tiefgarage. Lediglich der Hang bereitet scheinbar Sorgen.

Das Gelände am alten Eisstadion hat bereits große Veränderungen durchgemacht. Die Bebauung „An den Lechterrassen“ neigt sich dem Ende entgegen und der Investor hat bei der Stadt beantragt, ein weiteres Gebäude auf einem derzeit als Grünfläche genutzten Areal zu errichten. Entstehen soll ein fünfgeschossiges Haus mit 17 beziehungsweise 20 Wohneinheiten, Tiefgarage und rund 350 Quadratmeter gewerblicher Nutzfläche.

Auf besagtem Grundstück befindet sich auch das brach liegende, ehemalige Clubheim des 1. EVL Fanclub – eines der letzten Überreste aus Zeiten des Eishockeyvereins, der 2011 aufgelöst wurde. „Das Grundstück wurde samt Gebäude an den Bauträger verkauft“, erklärt Andreas Létang, Pressesprecher der Stadt. „Er wird es wohl vor Baubeginn abreißen lassen.“

Bereits zwei Mal hat sich der Gestaltungsbeirat mit dem Vorhaben befasst. Das Gremium schlug vor, die Tiefgarageneinfahrt auf die Nordseite zu verlegen und das Gebäude würfel­artig zu gestalten, erklärte Stadtbaumeisterin Annegret Michler. Außerdem muss das Gebäude einen gewissen Abstand zum Hang haben – die GHB Consult GmbH bestätigt nun, dass die Böschung als standsicher eingestuft wird.

„Ich weiß, dass es ein Gutachten gibt, aber bei diesem Hang ist mir trotzdem mulmig“, meinte Martha Borgmann im Bauausschuss. Dieser einigte sich darauf, unter Vorbehalt zuzustimmen, bis ein Verrutschen der Böschung aufgrund ingenieurtechnischer Untersuchungen ausgeschlossen werden kann.

Auch die geplanten Stock­werke gefielen so manchem nicht: „Der CSU-Stadtratsfraktion ist die Fünfge­- schossigkeit zu hoch“, erklärte Helmut Weber. Aus städteplanerischer Sicht spreche nichts gegen fünf Stockwerke, meinte Annmarie Rist (SPD). Eben dafür stimmte der Bauausschuss mit 11:3.

Janina Bauch

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