Ein voller Erfolg

Faschingsumzug mit 64 Gruppen: Riesengaudi in Igling

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Bestes Wetter und knapp 70 Gruppen beim Iglinger Faschingsumzug!
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Bestes Wetter und knapp 70 Gruppen beim Iglinger Faschingsumzug!

Igling – Petrus muss Faschings-Fan sein. Jedenfalls schickte er den Iglingern für ihren diesjährigen Faschingsumzug einen vorgezogenen Frühlingstag mit milden Temperaturen und Sonne. Entsprechend wurde das Event ein voller Erfolg. Vor vielen gut gelaunten Zuschauern zogen 64 Wagen und Fußgruppen durch den Ort, die bis zu 90 Kilometer Anreise auf sich genommen hatten, um beim Iglinger Gaudiwurm dabei zu sein.

Bestes Wetter und knapp 70 Gruppen beim Iglinger Faschingsumzug!

Pünktlich um 14.14 Uhr setzte sich der Zug beim Gasthaus Weißes Lamm in Bewegung. Mit der schrägen Anfangszeit hat es übrigens keine weitere Bewandtnis – außer, dass sie ähnlich witzig ist wie 11.11 Uhr. „Früher haben wir um 13.13 Uhr angefangen, aber das ist für einen Samstag zu früh, weil viele bis Mittag arbeiten“, sagt Stefan Rössle vom Organisations-Gremium.

Im Dorfzentrum, wo auf einer erhöhten Plattform die Jury Stellung bezogen hatte, musste man sich allerdings etwas länger gedulden, bis die ersten farbenfrohen Teilnehmer zu sehen waren. An der Spitze marschierte, passend zum schönen Wetter, eine blumig gekleidete und orange behütete Trommelgruppe, gefolgt von einigen Iglinger Fußgruppen, die lokale Themen aufs Korn nahmen – eine fehlende Kita („wo ist unsere Baustelle?“), der zugeparkte Zugang zum Zebrastreifen vor dem Café („Express-Parkplatz für ganz Blöde“) und das DB-Brückenbauprojekt „Igling 21“. Hier sah man auch Bürgermeister Günter Först im Tross.

Neben Teilnehmern aus dem Landkreis waren viele Gruppen aus dem Unterallgäu und dem Landkreis Günzburg nach Igling gekommen – mit durch die Bank tollen, aufwändig gestalteten Wagen. Zum Thema „Hubert und Staller“ war eine fahrende Wache gebaut und sogar ein Polizeiauto auf den Faschingswagen gewuchtet worden. Diverse rollende Saloons und Wild-West-Szenen machten Lust auf die Weiten der Prärie. Und weil im Fasching alles erlaubt ist, störte sich auch niemand an einer Art mobilem Friedhof, der mit Skeletten und Grablichtern dekoriert war.

„Ein Bombenwetter, ein Haufen Leut' – ich bin überwältigt“, freute sich Stefan Rössle. Der zweite Vorsitzende des Feuerwehrvereins hatte gemeinsam mit Nicole Schleicher und Christian Brückner im Faschingsgremium die Vorbereitungen geleitet, Vertreter aller Iglinger Vereine hatten mitgeholfen. War der Iglinger Gaudiwurm vor zwei Jahren mit dem Scheuringer Nachtumzug kollidiert und deshalb recht mau ausgefallen, passte diesmal einfach alles. Von einem Mangel an Teilnehmern konnte keine Rede mehr sein. „Die Arbeit hat sich gelohnt.“

Im Anschluss an den Umzug hatten Teilnehmer und Besucher die Wahl, wo sie weiterfeiern wollten – im Partyzelt am Feuerwehrhaus, im Gasthaus oder an einem der Verkaufsstände unter freiem Himmel. Schön genug war's ja.
Ulrike Osman

Rubriklistenbild: © Klinger

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