Fast 600 Neumitglieder bei Landsbergs Alpenverein

Kletter-Boom nun sichtbar

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Der neue Vorstand des Landsberger Alpenvereins (v. links): Georg Schappele (1.Vorsitzender), Anette Kreiselmeyer (Schriftführerin), Peter Richter (Beisitzer), Ursl Leis (Jugend), Lothar Fleer (Schatzmeister), Rainer Ventur (Beirat), Erich Schmid (Beirat), Ulrich Kohler (Beirat) und Jochen Metzen (2. Vorsitzender).

Landsberg – Auf ein positives Jahr 2017 blickt der Alpenverein Landsberg zurück: Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung informierte der Vorstand über den massiven Mitgliederzuwachs, der unter anderem auf „Die Kletterei“ in Kaufering zurückzuführen ist. Ferner standen noch geplante Investitionen in den sektionseigenen Hütten und die Neuwahlen der Vereinsorgane auf dem Programm.

Das Erfreulichste nahm 1. Vorsitzender Georg Schappele im Veranstaltungssaal des Sportzentrums gleich vorweg: Der Alpenverein war in Landsberg und Umgebung heuer so beliebt, dass sich in den zurückliegenden zwölf Monaten 582 neue Mitglieder dem Verein anschlossen; die gesamte Mitgliederzahl steigt damit auf über 6.000. Familien mit Kindern machen die zahlenmäßig größte Gruppe unter den Neuzugängen aus.

Der überdurchschnittliche Zuwachs an Mitgliedern sei aber „sicherlich auch der neuen Kletterhalle zu verdanken“, konstatiert Schappele. „Die Kletterei“ hatte im zurückliegenden Herbst mit dem Betrieb begonnen – seither sei die Nachfrage nach Kletterkursen groß. Man habe mit Betreiber Markus Wasserle eine Vereinbarung getroffen, die den Eintritt für Sektionsmitglieder unter 18 Jahren um 20 Prozent reduziere. Zwischenzeitlich kommen auch die erwachsenen Vereinsmitglieder beim Seilklettern in den Genuss dieser Ermäßigung. Neben den Kletterkursen biete man außerdem „als zweites Standbein“ betreute Übungsstunden an, zu denen Jugendlichen unter fachmännischer Aufsicht üben können.

Einen größeren Teil des Abends nahmen danach die Hütten der Sektion ein – die Landsberger Hütte, das Haus Reichenbach und die Skihütte Starkatsgund. Den zahlreichen Übernachtungen in den jeweiligen Hütten stünden jeweils Reparaturen gegenüber, die man in den letzten Jahren vorgenommen hatte, aber auch Investitionen, die der Verein in den nächsten Jahren vornehmen müsse. Besonders in der Landsberger Hütte werden in den nächsten Jahren Arbeiten fällig: So müsse in der kommenden Saison etwa ein Internet-Anschluss in der Hütte bereitgestellt werden, damit die Hüttengäste ihre Buchungen in Zukunft auch online vornehmen könnten. Aber auch das Land Tirol fordere von der Sektion Investitionen, beispielsweise die Installation von Signalballons über den Tragseilen der Materialseilbahn für die Flugsicherheit oder die Anpassung der Hütte gemäß der neuen feuerschutzrechtlichen Bestimmungen.

Vier bis fünf Millionen

Die genaue Höhe der Kosten sei noch nicht klar, sagt ­Schappele. Man könne nicht „nur auf Minimallösungen setzen“, sondern müsste auch langfristig denken und das könnte über die Jahre verteilt Kosten von geschätzt vier bis fünf Millionen Euro bedeuten.

Anschließend durften die Anwesenden den neuen Vorstand wählen. Erwartungsgemäß gab´s aber keine Überraschungen: Sowohl der 1. Vorsitzende, Georg Schappele, wie auch der 2. Vorsitzende, Joachim Metzen, stellten sich zur Wiederwahl, was von den versammelten Mitgliedern einstimmig angenommen wurde. Mangels Bewerbungen blieb die Position des 3. Vorsitzenden zwar vakant, was aber mit der Vereinssatzung zu vereinbaren ist. Für die Positionen des Schatzmeisters und der Schriftführerin fanden sich mit Lothar Fleer und Anette Kreiselmeyer neue Bewerber, die ebenfalls einstimmig in ihr neues Amt gewählt wurden. Ursl Leis als neue Vertreterin der Jugend gaben die Mitglieder ebenfalls ihre Stimme. Die Mitglieder wählten außerdem Karola Hermes, Ulrich Kohler, Thomas Krobbach, Peter Richter, Thomas Ritzl, Erich Schmid und Rainer Ventur in den Beirat sowie Robert Erhard und Robert Matheis zu Kassenprüfern.

Eine Besonderheit war ferner noch die Vorstellung des neuen Hüttenwirts der Landsberger Hütte, Reinhard Frühholz. Mit einem Augenzwinkern beschrieb sich der Stettener (Stötten am Auerberg) als jemand, der ein paar Fremdsprachen könne, Hochdeutsch sei allerdings nicht dabei. Sein Interesse an einer Pacht der Landsberger Hütte hätte er bereits vor zehn Jahren dem damaligen Vorsitzenden der Sektion, Erwin Stolz, mitgeteilt; Bruno Friedl hatte seinerzeit über ein vorzeitiges Ende seiner Pacht nachgedacht. Letztlich kam es dazu zwar nicht, aber er habe die Zeit seither genutzt, das Rezept für den perfekten Kaiserschmarrn zu entwickeln, welchen er seinen Gästen ab der kommenden Saison auf der Landsberger Hütte servieren möchte.

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