31 Staatspreis verliehen

Junge Pflänzchen, die kräftig ins Berufsleben hineinwachsen

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Kreishandwerksmeister Michael Riedle (ganz links) mit den Innungssiegern: Katharina Schmid, Johannes Bachmeir, Johannes Schwabbauer, Leo Lischka, Tamara Dodl, Stefan Riedl, Christoph Micheler und Maximilian Fichtel (von links).

Landsberg – Die Mühen der letzten Jahre haben sich gelohnt für 89 Lehrlinge im Handwerk und 176 Absolventen in weiteren Ausbildungsberufen. Sie alle erhielten im Rahmen der Freisprechungsfeier an den ihre Gesellenbriefe beziehungsweise Abschlusszeugnisse, verbunden mit den besten Wünschen von Landkreis, Stadt und Kreishandwerkerschaft. Um die berufliche Zukunft muss sich keiner von ihnen sorgen.

„Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist günstiger als je zuvor“, gab Landrat Thomas Eichinger den frischgebackenen Fachkräften mit auf den Weg. „Sie werden stark nachgefragt und können sich aussuchen, in welche Richtung Sie gehen wollen.“ Die Kehrseite der Medaille: Gerade weil die Möglichkeiten so vielfältig sind, bleiben längst nicht alle Jung-Gesellen dem Handwerk treu – aus der 25-köpfigen Klasse der Schreiner etwa nur jeder Vierte, wie Kreishandwerksmeister Michael Riedle berichtete. Als Alternativen locken Bereiche wie Innenarchitektur und Design, Bauleitung, Planung, Entwicklung oder der Innenausbau von Schiffen und Flugzeugen. Die Frage, was regionale Arbeitgeber tun können, um den Nachwuchs zu halten, beantwortete ein Absolvent mit zwei wesentlichen Forderungen: übertariflich bezahlen und „mit der Zeit gehen –sich auf die Jugend einlassen“.

Die notwendige Ergänzung zu modern ausgestatteten Ausbildungsbetrieben ist eine modern ausgestattete Berufsschule. Und dafür nimmt der Landkreis im Zuge des Schulentwicklungsplans viel Geld in die Hand. 30 Millionen Euro fließen laut Landrat Eichinger in den nächsten Jahren in „noch bessere Fachräume und noch bessere Werkstätten“ – und womöglich auch in ein „klimatisiertes Foyer“, wie der Landkreis-Chef angesichts der schweißtreibenden Tempe­raturen in der vollbesetzten Aula anmerkte. Schulleiter Lorenz Häckl betonte, die Schule sei – unter anderem mit fünf CNC-Maschinen – bereits gut ausgestattet. Man sei jedoch froh über die Verbesserungen.

Im Namen der Stadt Landsberg gratulierte Bürgermeisterin Doris Baumgartl den Absolventen. Gleichzeitig dankte sie den Ausbildungsbetrieben, die eine hohe gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, indem sie „junge Pflänzchen mit Wissen gießen, damit sie kräftig ins Berufsleben hineinwachsen können“. Dort angekommen, heiße es für die jungen Fachkräfte allerdings: „Nach dem Lernen ist vor dem Lernen.“ Wobei Baumgartl das vielzitierte „lebenslange“ lieber in „lebensbegleitendes“ Lernen umbenennen wollte. Das sich ständig erweiternde Wissen begleitete einen dann wie ein Partner durchs Leben, so die Bürgermeisterin.

Dass unter den Absolventen viele überdurchschnittlich fleißig waren, zeigten zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen. 31 Mal gab‘s den Staatspreis für eine Abschlussnote von besser als 1,5. Der Buchpreis des Landkreises, der für eine Gesamtnote von besser als 2,0 verliehen wird, wechselte sogar 81 Mal den Besitzer. Nach den Innungssiegern, Prüfungsbesten und Spitzen-Azubis im Bereich Einzelhandel wurden auch die Absolventen des Berufsvorbereitungsjahres gewürdigt, bevor Kreishandwerksmeister Riedle die Freisprechung der Azubis vornahm.

Ulrike Osman

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