Lösung mit ISEK

Feinuntersuchung für den Uttinger Güterschuppen

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„Nicht besonders spektakulär“ findet die GAL den ehemaligen Güterschuppen am Uttinger Bahnhof. Der Gemeinderat beschloss eine Untersucherung über eine mögliche Nutzung.

Utting – In Schondorf diskutiert man schon seit Jahren ergebnislos über Abriss, Erhalt beziehungsweise künftige Nutzung des Lagerschuppens am Bahnhof. Ein schwieriges Unterfangen, da das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Leichter hat es da die Nachbargemeinde Utting, wo südlich des Bahnhofs ein ähnlicher seit Jahren unbenutzter Klotz steht, der aber nicht dem Denkmalschutz unterliegt. Da im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes ISEK auch ortsspezifische Maßnahmen staatlich gefördert werden, stand das Thema Güterschuppen auf der Agenda der letzten Gemeinderatssitzung.

Drei mögliche künftige Nutzungen wurden diskutiert, die man aber auch kombinieren könne: Kunst- und Kulturhaus, Jugendhaus oder öffentliche Toiletten. Nach Vorberatung durch den Finanzausschuss beschloss der Gemeinderat einstimmig eine „Feinuntersuchung“ durch ein Architekturbüro, was im Güterschuppen hinsichtlich der Nutzung und der Kosten für die erforderlichen Umbaumaßnahmen die beste Lösung wäre. Die Kosten dieser Machbarkeitsstudie sollen möglichst auch von der Regierung von Oberbayern bezuschusst werden, wobei die im ISEK-Verbund Utting, Schondorf und Greifenberg federführende Gemeinde Schondorf den Antrag einreichen wird.

Die ehemalige Güterhalle hat eine Innengröße von ungefähr 76 Quadratmetern sowie einen Keller und zwei Rampen. Karl Sauter (CSU) schlug vor, im Keller eventuell ein ortsgeschichtliches Archiv einzurichten. Patrick Schneider (GAL) empfahl auch die Einbeziehung des stillgelegten Gleises 3 in die Planungen des Architekten. Allerdings sollte noch berücksichtigt werden, dass die Gemeinde erst in frühestens sechs Jahren dieses Gelände kaufen könnte.

Die Grünen betonten in ihrem Kommentar zum Gemeinderatsbeschluss, dass es schön wäre, wenn hier „endlich mal wieder die Uttinger Jugend zum Zuge käme“. Nach dem Abriss des alten Jugendhauses, dem Alkoholverbot im Summerpark und dem „regulierten“ Sonnendachl könnte die Jugend hier eventuell einen neuen Treffpunkt bekommen. Konflikte mit den Nachbarn sind dabei wohl vorprogrammiert, so dass dieser Vorschlag auch einer „Feinuntersuchung“ bedarf.

Dieter Roettig

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