Felix Bredschneijder vorgeschlagen

Landsbergs Oberbürgermeister bald in Rot?

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Wirft den roten Hut in den Ring: Felix Bredschneijder.

Landsberg – Die Nachricht kommt nicht ganz überraschend: Felix Bredschneijder tritt als Kandidat der SPD bei der Oberbürgermeister­wahl im kommenden Jahr an. Er ist damit der dritte Kandidat, der seinen Hut in den Ring geworfen hat. Neben Amtsinhaber Mathias Neuer (CSU) und Moritz Hartmann (Grüne) sind bislang keine weiteren Kandidaten bekannt.

Ort und Zeitpunkt für die Bekanntgabe der Kandidatur waren gut gewählt. Man traf sich am Sonntag bei wunderschönem Wetter in der Likka-­Lounge zum Weißwurstessen. „Das ist ein guter Tag für die Landsberger SPD und auch ein guter Tag für die Stadt Landsberg“. So kündigte Fraktionschef Klaus-Dieter Völkel die Kandidatur Bredschneijder an. „Ja ich will“, bekannte sich dieser.

Den Satz habe er in diesem Jahr übrigens schon zum zweiten Male gesagt, sagte der Jurist. „Das war vor dem Traualtar vor drei Monaten“. Auf seiner privaten Wunschliste steht natürlich der Wunsch nach eigenen Kindern, verriet er im Gespräch mit dem KREISBOTEN. Seine Ehefrau ist in Landsberg auch keine Unbekannte: Luisa betreibt im Vorderen Anger „Die Schuhmacherin“.

Felix Bredschneijder mit den niederländischen Wurzeln kennt sich im politischen Geschäft aus. Er ist seit 2014 Stadtratsmitglied und stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins. Für ihn ist Landsberg eine liebenswerte Stadt mit Charakter. „Die Stadt lebt, aber sie verändert sich auch.“ Gerade durch diese Attrak­tivität ziehe sie immer mehr Menschen aus dem Umland und auch aus München an, mit den bekannten Folgen für Wohnen und Verkehr.

„Wir wurschteln uns zu sehr durch und uns fehlt ein Plan“, findet Bredschneijder. Einen fertigen Plan kann und will der Jurist auch nicht aus dem Hut zaubern. „Als Oberbürgermeister würde ich auf Gemeinsamkeit setzen und zusammen mit Stadtrat und Bürgern an einem tragbaren Konzept arbeiten.“ Für ihn ist auch klar: „Wenn ich Stadtoberhaupt werde, bin ich nicht am Ziel, sondern erst am Anfang“.

Es sei eine große Verantwortung, Oberbürgermeister zu sein, betonte der Jurist, der als Rechtsanwalt in Landsberg arbeitet. Gerade die Verantwortung habe er immer gesucht. Schon als Klassen- und Schülervertreter habe er sich für die Interessen der Anderen eingesetzt. Dazu muss man nicht nur reden, sondern auch zuhören können, sagte der gebürtige Münchner, der aber seine Schulzeit im Umland von München verbracht hatte. Verantwortung bedeute für ihn, für Menschen da zu sein, denen es nicht so gut geht. Das heiße für ihn aber auch, dass man nicht alles besser wissen müsse. Felix Bredschneijder versprach seinem Publikum, dass er zuhören werde.

„Ich freue mich auf den Wahlkampf und die Begegnung mit den Bürgern“, betonte der 41-jährige SPD-Kandidat. Offiziell nominiert ist Bredschneidjder noch nicht. Das muss auf einer SPD-Mitgliederversammlung passieren. Einen Termin dafür gibt es noch nicht. Der Termin für die erste öffentliche Wahlkampfveranstaltung steht aber schon: Am 6. Oktober will Bredschneijder im Stadttheater Rede und Antwort. Das ist der Sonntag, an dem Kaufering einen neuen Bürgermeister wählt – mit Thomas Salzberger als Kandidat der SPD. 

Siegfried Spörer

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