»Kompakter Knotenpunkt«

Feuerwehr Kaufering: Neue Verkehrsführung und fast 600 Quadratmeter mehr

Blick auf den „Edeka-Kreisel“ in Kaufering neben dem Containerplatz
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Blick auf den „Edeka-Kreisel“ in Kaufering neben dem Containerplatz, der neuer Standort für das Feuerwehrhaus werden soll.
  • VonAndrea Schmelzle
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Kaufering – Bei der Standortfrage eines Feuerwehrhauses ist der wichtigste Punkt die Erreichbarkeit. Für die Marktgemeinde ist der Standort – am jetzigen Containerplatz – entschieden (der KREISBOTE berichtete). Dennoch gibt es eine Neuerung in den Planungen, und zwar beim Grundstückszuschnitt. Was bedeutet: die Verkehrsführung im Kreuzungsbereich muss geändert werden.

„Ein kompakter Knotenpunkt“ solle entstehen. Das Konzept dafür stellte Bauamtsleiter Andreas Giampa auf der letzten Gemeinderatssitzung vor. In enger Abstimmung mit Johannes Ried, Leiter der Straßenbaubehörde am Landratsamt, habe er die Verkehrssituation genau betrachtet. „Wir sehen die angedachte nördliche Alarmausfahrt über die ganze Breite als nicht durchführbar an“, sagte Giampa.

Konflikte auf den nicht eingezäunten Flächen vor den Fahrzeughallen seien vorprogrammiert. Zudem werde bei einem Alarmeinsatz in kürzester Zeit der Kreisverkehr verstopft, sodass auch einrückende Kräfte schnell behindert wären, so der Bauamtsleiter.

Die Alarmausfahrt sollte daher über die Augsburger Straße errichtet werden (Ostseite des Geländes). Wenn die ausgerückten Fahrzeuge wieder in den Ort hinein müssen, sei das in Richtung Landsberg (Süden) auf Höhe Hiltistraße und Iglinger Straße möglich, so Giampa. In Richtung Augsburg gehe das allerdings erst wieder beim Kreisverkehr im Norden. Es müsse daher zwingend eine Zufahrtsmöglichkeit zum ‚Edeka-Kreisel‘ von der Augsburger Straße aus geschaffen werden: Die Idee: eine neue, kompaktere Einmündung mit Links­abbiegestreifen aus Richtung Landsberg.

Aus Richtung Augsburg könne der bestehende Rechtsabbiegestreifen dafür verwendet werden. Das sei „planerisch extrem günstig“, so Giampa. Und die Feuerwehr könne in alle Fahrtrichtungen ausrücken. Für anrückende Einsatzkräfte und die Feuerwehren der umliegenden Orte soll die bestehende Zufahrt zum Containerplatz an der Bayernstraße genutzt werden.

Mit diesem Konzept werde eine Fläche von 563 Quadratmetern frei. Die könne dem Neubau des Feuerwehrhauses zugerechnet werden, erklärte Giampa, dem dann eine Fläche von fast 6.000 Quadratmeter zur Verfügung stehe. Kosten der Maßnahme: „vorsichtig geschätzt“ rund 257.000 Euro. Der Mehrwert sowohl für Feuerwehr als auch für die Bürger sei jedoch immens.

Jedoch räumte Giampa auch eine Schwierigkeit ein: nämlich die Situation mit Radfahrern und Fußgängern im Bereich des ‚Edeka-Kreisels‘: „Die bringen wir nicht weg“. Die müssten eben etwas aufpassen.

Bedenken gab es auch bei den Räten. „Da sind immer sehr flotte Radler unterwegs“, meinte etwa Meinrad Mayrock (CSU). Auch Stephan Rietig (CSU) sah im vorgeschlagenen Konzept Konfliktpotenzial. Die Zufahrt solle wie geplant direkt nach dem Zebrastreifen errichtet werden. Damit könne der Kreisverkehr „konfliktfrei“ genutzt werden. Finanzielle Sorgen hatte Markus Rietig (UBV): „Ich weiß nicht, wo das Geld herkommen soll“, gab er zu Bedenken.

Am Ende stimmten doch alle Räte dem Umbau der Augsburger Straße mit Linksabbieger und kompakterer Einmündung zu und beauftragten die Verwaltung, mit dem Landkreis eine Vereinbarung vorzubereiten.

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