Jahresbilanz der Feuerwehr Utting

Wenn der Uhu im Fallrohr hockt

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Auch das gibt es: Uttinger Floriansjünger befreiten im letzten Jahr einen Uhu aus einem Fallrohr.
  • Dieter Roettig
    VonDieter Roettig
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Utting – Kuriosum bei der Freiwilligen Feuerwehr Utting: Weil Bürgermeister Florian Hoffmann auch das Amt des Kommandanten ausübt, überbrachte Vize-Bürgermeister Patrick Schneider ganz offiziell die Grüße aus dem Rathaus. „Unser Bürgermeister ist heute leider verhindert, er ist bei einer Feuerwehrversammlung“, sagte er unter dem Gelächter der Kameraden.

Und schon stand Hoffmann in Feuerwehruniform am Redner­pult für seinen Report 2020, der im Vergleich zum Vorjahr coronabedingt mager ausfiel. Bei den Einsätzen sei dies erfreulich, aber die Übungs- und Arbeitsstunden hätten doch sehr gelitten, so Hoffmann. Die 32 Einsätze gliederten sich in 21 Technische Hilfeleistungen, drei Brände und acht Brandmeldealarme. Es ging in 352 Einsatzstunden von Hilfe bei Verkehrsunfällen, der Beseitigung von umgestürzten Bäumen nach dem Sturmtief im Februar, einem Wasserschaden nach Rohrbruch bis zur Befreiung eines Uhus aus einem Fallrohr.

Während im Vorjahr 4.702 Übungs- und Arbeitsstunden zu Buche schlugen, konnten im vergangenen Jahr wegen der Pandemie nur 2.411 Stunden mit 226 Tätigkeiten absolviert werden. Darunter die Neugestaltung der Atemschutzwerkstatt, die Ergänzung der Ausrüstung unter anderem mit Defibrillatoren auf beiden Großfahrzeugen, ein ADAC-Fahrertraining oder die Teilnahme an der Brandcontainer-Übung in Hofstetten.

Am meisten habe die Jugend gelitten, wie Florian Hoffmann bedauerte. Ganze neun Übungen mit gesamt 177 Stunden standen auf dem Programm. Die Personalentwicklung habe wegen der abgespeckten Aktivitäten gottlob nicht gelitten, so Hoffmann. Man könne auf 58 aktive Feuerwehrler zurückgreifen und bei der Jugend sei die Anzahl mit 16 gleich geblieben.

Trotz Corona sei die Feuerwehr ein echtes soziales Zentrum in Utting quer durch alle Bevölkerungsschichten und der Feuerwehrverein sei „sein soziales Rückgrat“. Von der Jugend bis zu den Senioren herrsche dank den Führungskräften sowie Vereinsvorstand Josef Klingl ein besonders harmonisches Klima. Das stellte in seinem Grußwort auch Kreisbrandinspektor Alfons Düringer fest, der zusammen mit Kreisbrandmeister Josef Enders vom Kreisfeuerwehrverband Landsberg an der Veranstaltung teilnahm.

Pflicht & Ehre

Wie bei jeder Feuerwehrversammlung gab es zuletzt eine Reihe von Verpflichtungen, Beförderungen und Ehrungen. Zu Feuerwehrmännern wurden Linus Kohl, Simon Reinhart und Simon Wallner verpflichtet und zum Hauptfeuerwehrmann Armin Neuner. Für langjährigen aktiven Dienst wurden geehrt: Frederik Riedel und Franz Amtmann (je 10 Jahre), Ali Karakus (25) sowie Andreas Glassl, Thomas Kaiser und Michael Streicher (je 30). Mit einem Geschenkkorb gratulierte man Hans Reichert, der seit 60 Jahren dem Feuerwehrverein angehört. Quereinsteiger und Neubürger Markus Fakler zum Lösch­meister ernannt.

Uttings Kommandant Florian Hoffmann (links) und sein Stellvertreter Johannes Vogt (rechts) bei der Jahreshauptversammlung mit den verpflichteten und geehrten Kameraden.

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