Feuerwehrhaus der Zukunft

Zweckmäßig, architektonisch ansprechend, zukunftsweisend und auch noch kostengünstig – die Geltendorfer Feuerwehr hat sich für ihr neues Feuerwehrhaus hohe Ziele gesteckt. Mit modernster Technik und originellen Ideen soll das Gebäude eine Vorreiterrolle in der Region übernehmen. In einer Hanglage am Ortseingang Türkenfelder Straße wird das Feuerwehrhaus entstehen und insofern eine optische Visitenkarte des Dorfes werden. Das vom Rosenheimer Architekturbüro Schleburg gefertigte Modell zeigt ein großzügiges Gebäude, das sich der Landschaftsform anpasst und von zwei Ebenen aus zugänglich ist.

Ein Lichtband unter dem geschwungenem Dach soll viel natürliche Helligkeit ins Innere bringen. Da Geltendorf mittelfristig als über- örtlicher Stützpunkt der Landkreisfeuerwehr etabliert werden soll, sind fünf Fahrgassen geplant – eine mehr als für die eigenen Einsatzfahrzeuge notwendig wären. „Wir müssen in die Technik investieren, um zukunftsfähig zu sein“, sagt Kommandant Ewald Kapfhammer, der mit einer eigens eingerichteten Arbeitsgruppe mitten in der Vorplanung des Gebäudes steckt. Atemschutz- und Schlauchpflege, die derzeit aus Platzmangel zu den Nachbarfeuerwehren ausgelagert sind, sollen wieder zentral stattfinden. Kapfhammer wünscht sich eine computergesteuerte Schlauchwaschmaschine, die 15 Schläuche pro Stunde wäscht, trocknet, überprüft und entsprechend dokumentiert. Auf längere Sicht müsse auch ein vollautomatischer Prüfstand für die Atemschutzgeräte angeschafft werden. Dafür sollen schon jetzt die räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Im Stockwerk über den Fahrgassen, Werkstatt- und Technikräumen sollen Unterrichts-, Bereitschafts- und Umkleideräume entstehen. „Als eine der ersten Feuerwehren in Bayern wollen wir eine Schwarz-Weiß-Trennung, also eine saubere Abgrenzung von Einsatz- und Umkleidebereich“, erklärt Kapfhammer. Kontaminierte Schutzanzüge und Privatkleidung sollen nicht miteinander in Berührung kommen. Über eine Bergmannsrutsche gelangen die Feuerwehrleute in voller Montur blitzschnell zu ihren Fahrzeugen – auch das eine in Bayern bislang einmalige Idee, berichtet Kapfhammer. Bevor all das tatsächlich Realität ist, werden allerdings noch einige Jahre vergehen. „Wir investieren viel Zeit in eine detaillierte Vorplanung und wollen auf dieser Basis eine zuverlässige Kostenschätzung einholen“, sagt der Kommandant, der um jeden Preis vermeiden will, dass während der Bauphase die Kosten aus dem Ruder laufen. Auch wird das Projekt über mehrere Gemeindehaushalte gestreckt werden müssen. Einen konkreten Einweihungstermin hat Kapfhammer allerdings schon im Kopf. Es ist der Tag, an dem die Geltendorfer Feuerwehr ihr 125-jähriges Gründungsjubiläum feiert: der 18. Juni 2014.

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