KREISBOTEN-Serie

Feuerwehrkommandanten im Landkreis: Christian Gleich aus Denklingen

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Christian Gleich ist mit seinen 25 ein junger Kommandant. Doch gemeinsam mit seinem Stellvertreter, Vorgänger und der Mannschaft meistert er seinen Job.

Denklingen – Mit seinen gerade erreichten 25 Jahren dürfte Christian Gleich von der Denklinger Feuerwehr der jüngste 1. Kommandant im Landkreis sein. Doch von seinem jungen Alter sollte man sich nicht täuschen lassen. Mit Motivation und Leidenschaft betreibt er sein Amt. Zudem bekommt er tatkräftige Unterstützung, die das Kommandanten-Dasein leichter machen. Von wem, dass verrät Gleich im Gespräch mit dem KREISBOTEN.

Neun Monate ist es jetzt her, dass der 25-Jährige zum Denklinger Feuerwehrkommandanten gewählt wurde. Trotz seiner jungen Jahre hat Gleich durchaus schon einiges an Erfahrung vorzuweisen. Immerhin ist er bereits mit 14 Jahren zur Feuerwehr dazugestoßen. Gereizt habe ihn damals vor allem die Technik. Und so ging es mit drei Kumpels zur Wehr. Einer von ihnen war Manuel Freiberger. Heute 2. Kommandant. „Wir kennen uns schon von der Schule. Wir waren gemeinsam in einer Klasse“, erinnert sich Gleich. Nach dem gemeinsamen Schulweg und dem Beginn der Feuerwehr-Karriere stand im Frühjahr dieses Jahres nun auch die gemeinsame Übernahme der zwei höchsten Posten an. Da waren beide gerade mal 24 Jahre alt.

Doch gerade bei den Denklingern scheint das nicht ungewöhnlich zu sein. Gleichs Vorgänger, Herbert Negele, war sogar noch ein Jahr jünger, als er zum 1. Kommandanten gewählt wurde.

Besonders ist auch, dass in Denklingen in mehr als 50 Jahren nur zwei Männer an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr standen. Gleich ist quasi Nummer drei. Ob er auch so lange aushält, wie die bisherigen Kommandanten? Dazu ist es für den 25-Jährigen freilich noch zu früh, um etwas zu sagen.

Dennoch kann es ja sicherlich nicht schaden, für reichlich Nachwuchs zu sorgen. Facebook, Instagram, Twitter. Es gibt massenhaft Kanäle, auf denen man aktiv für sich Werbung machen kann. Doch Gleich ist davon nicht so recht überzeugt. „Soziale Medien sind nicht sonderlich effektiv.“ Stattdessen setzt er auf den persönlichen Kontakt. Bei der Denklinger Feuerwehr geht man tatsächlich noch von Haus zu Haus.

54 Aktive gibt es derzeit. Dazu kommen nochmal zehn Jugendliche. Bemerkenswert: Davon sind sechs Mädels. Zur Denklinger Wehr darf man ab 14 Jahren. Doch es gebe auch Zwölf- bis 13-Jährige, die fragen würden: „Wann darf ich endlich zur Feuerwehr?“, erzählt Gleich. Die Zukunft der Denklinger Brigade scheint also gesichert. Zumal sich die Denklinger in letzter Zeit auch über den ein oder anderen Quereinsteiger freuen durften.

Was den Nachwuchs angeht, läuft es also unter dem noch relativ neuen Kommandanten gar nicht so schlecht. Auch wenn Gleich sagt, dass „es natürlich immer noch etwas besser sein könnte.“ Dennoch ist er zufrieden.

Auch ansonsten hat der 25-Jährige wohl keinen Grund sich zu beschweren. Die Wehr sei „technisch gut aufgestellt“. Die Arbeit, die auf ihn als Kommandant zukomme, sei zwar reichlich, aber dank seinem Stellvertreter Freiberger laufe auch das recht gut. Gleich betont: „Wir haben das bisher echt gut hingebracht uns die Aufgaben aufzuteilen.“ Er selbst sei eher für die Verwaltung zuständig, während Freiberger das Technische übernehme. „Aber alle größeren Entscheidungen treffen wir gemeinsam.“ Außerdem können sich der 25-Jährige und sein Stellvertreter auch auf ihre Vorgänger verlassen. „Die stehen uns immer mit Rat und Tat zur Seite.“

Doch im Falle eines Einsatzes, ist Gleich auf sich allein gestellt. Als Kommandant trifft er die Entscheidungen. Trägt die Verantwortung. „Das ist für mich persönlich die große Herausforderung.“ Aber bisher sei alles gut gelaufen. Er habe noch keine seiner Entscheidungen bereut.
Stephanie Novy

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