Ausgezeichnete Kinos im Landkreis

FFF-Programmprämie in der "Filmstadt Landsberg" verliehen

+
Im Beisein von OB Mathias Neuner (links) überreichte Digital-Ministerin Judith Gerlach (Mitte) die Auszeichnung und Förderprämie an Klara und Rudolf Gilk Olympia Filmtheater Landsberg – zum wiederholten Mal.

Landsberg – Das Label Filmstadt für Landsberg hat sich nochmals bestätigt: Am Donnerstag fand die Verleihung der Filmtheater-Förderprämien 2019 des FilmFernsehFonds Bayern zum ersten Mal in der Lechstadt ein Zuhause. Und auch zwei Filmtheater im Landkreis haben die Auszeichnung erhalten: die Kinowelt am Ammersee in Dießen und Rudolf Gilks Olympia Filmtheater in Landsberg. Das schon seit 75 Jahren existiert. Und auch diese Auszeichnung schon mehr als zehnmal erhalten hat.

Schon am Mittwochabend versammelte sich das ‚Filmfolk‘ – ein sehr „bodenständiges“, wie FFF-Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein bei der Verleihung betonte – im Landsberger Olympia-Kino. Zu sehen bekamen die geladenen Gäste die Vorpremiere des erst 2020 startenden Films „Das geheime Leben der Bäume“. „Aber heute geht es um Sie“, begrüßte Erpenstein die Kinobetreiber zur 22. Prämien-Verleihung im Festsaal des historischen Rathauses. Der war fast bis zum letzten Platz besetzt – wobei sich zeigte, dass Kinobetreiber in nahezu jeder Altersklasse zu finden sind. Erpenstein bezeichnete die Verleihung als „Höhepunkt des FFF-Kalenders“. Zur diesjährigen Ausschreibung hätten sich 78 Kinos beworben, von denen 60 prämiert wurden. Maßgeblich für die Verleihung seien überdurchschnittlich viele europäische Filme im Programm, Kinderfilme, Dokumentationen und auch Sonderveranstaltungen wie Live-Opernübertragungen oder Open-Air-Kino.

Landsberg sei ein Ort der Film- und Kinokultur. Snowdance, Fünf-Seen-Fimfestival, Filmforum und Olympia-Kino seien Zeugen. Trotz zunehmender Schwierigkeiten konnten die Kinos 2019 mit einem Besucherplus gegenüber dem Vorjahr punkten.

Insgesamt wurden Preise in Höhe von 415.000 Euro vergeben, 24 Mal 5.000 Euro, 29 Mal 7.500 Euro, sechsmal 10.000 Euro. Und einmal die Spitzenprämie von 15.000 Euro, die das Kino Breitwand Gauting einsackte.

Für die Dießener Kinowelt am Ammersee nahmen Dr. Doris Apell-Kölmel (rechts) und Lina Winkler (links) den Förderpreis aus der Hand der Ministerin entgegen.

Vom FFF-fördernden Bayerischen Staatsministerium war Digitalministerin Judith Gerlach anwesend, die ihre Ansprache ‚kinotauglich‘ gestaltete. So sei ihr erster Auftritt als Staatsministerin vor einem Jahr bei der FFF-Verleihung in Schweinfurth gewesen. „So schlecht war‘s wohl nicht“, da sie ja auch heute dürfe. „Aber Fortsetzungen werden ja immer kritisch beäugt.“ Im Publikum könne sie einige „Serientäter“ ausfindig machen – Kinos, die wie das Olympia schon mehrmals die FFF-Prämie erhalten haben –, aber es gebe auch „Neuerscheinungen“.

„Ihr Kinos sind großartig“, lobte Gerlach. Sie regten mit ihrer Filmauswahl gesellschaftliche Diskussionen an, sorgten für „kluge Unterhaltung“ und verschafften Lebensqualität auch außerhalb der Metropolen. Der Freistaat werde sich weiter auch finanzielle für die Kinobetreiber einsetzen, auch wenn es immer mehr Konkurrenz gebe: erst der Fernseher, dann die VHS-Videokassette und schließlich Streamingportale inclusiver illegaler Seiten wie www.kino.to. Dennoch behaupte sich das Kino. Und das wegen der Einmaligkeit des Kinoerlebnisses: „Ich erinnere mich noch an meinen ersten Film, die Sitze, in denen man tief einsinkt, der Popcorngeruch und die Kinokarte, die man als Souvenir mit nach Hause nimmt.“

Gilk wurde für sein „bis auf wenige Ausnahmen Arthouse-Programm“ ausgezeichnet. Unf für die Publikumnsrenner, das Open Air und Gilks Stadtfilm, der Besucherrekorde gebrochen hat. Wobei auch das Café Filmbühne mit dem sonntäglich selbstgemachten Schweinebraten zu empfehlen sei.

Für die Dießener Kinowelt nahm Dr. Doris Apell-Kölmel die Auszeichnung entgegen. Die Kinowelt sei ein klassisches Landkino, das mit zwei Sälen, Restaurant und Terrasse ein Treffpunkt für Jung und Alt sei.
Susanne Greiner

Auch interessant

Meistgelesen

Die Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Die Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Nach möglichen Selbstmord auf der A96 sucht Polizei nach Zeugen
Nach möglichen Selbstmord auf der A96 sucht Polizei nach Zeugen
Mit dem KREISBOTEN zum PULS Open Air auf Schloss Kaltenberg
Mit dem KREISBOTEN zum PULS Open Air auf Schloss Kaltenberg
In Landsberg und Asch brennen Mülltonnen - Brandstiftung
In Landsberg und Asch brennen Mülltonnen - Brandstiftung

Kommentare