Klasse Kino

Film-und Fernseh-Fonds zeichnet Landsberger Olympia-Kino aus

+
Klara und Rudolf Gilk bei der Preisverleihung in Schweinfurt mit Staatsministerin Judith Gerlach (Mitte).

Landsberg/Schweinfurt – Wer erinnert sich nicht an die gelungene Weltpremiere von „Maria Mafiosi“ im Landsberger Olympia-Kino? Samt Rotem Teppich für Schauspieler und Regisseur schauten sich wahre Massen den in Landsberg und Umgebung spielenden Film an – fast ein Kultfilm für die Lechstadt. Das Engagement des Olympia-Kinos ist jetzt bayernweit bekannt: Als eines von 60 Kinos wurde Rudolf Gilks Filmpalast vom Film- und Fernsehfonds Bayern (FFF) ausgezeichnet.

Am vergangenen Donnerstag verlieh Judith Gerlach, Staatsministerin für Digitales und damit auch zuständig für die Filmförderung, in Schweinfurt die Urkunden an die Kinobetreiber und lobte deren Engagement für die bayerische Kinolandschaft. Das Olympia-Kino wurde für sein Jahresprogramm ausgezeichnet.

Für die Jury waren neben dem Gesamtkinoprogramm mit Arthouse-Charakter auch die Leistungen beim Kino-Open-Air mit Filmmusikkonzert sowie die Regisseurbesuche, Schauspielerauftritte, Filmgespräche, Live-Opernübertragungen und nicht zuletzt die familiäre Atmosphäre im Olympia auschlaggebende Entscheidungskriterien. Positiv aufgefallen sind dem Fonds die Sonntagmatineen, das Seniorenkino und auch das Snowdance-Festival, das Kinderkino für Bedürftige, das zusammen mit dem Lions-Club alljährlich am Nikolaustag veranstaltet wird.

Jedes Jahr wird die festliche Verleihung der Filmtheater-Programmprämien in einem anderen Regierungsbezirk durchgeführt, um der Vielfalt der Kinoszene Bayerns Ausdruck zu verleihen. In diesem Jahr reisten die ausgezeichneten Kinomacher und Kinomacherinnen ins unterfränkische Schweinfurt, um dort für ihr cineastisches Engagement geehrt und gefeiert zu werden.

FFF-Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein unterstrich die Bedeutung einer lebendigen Kinolandschaft: „Wir brauchen attraktive Filme, wir brauchen attraktive Kinos. Filmtheater bereichern unsere Kulturlandschaft und deshalb machen wir uns gemeinsam mit Ihnen stark dafür.“ Auch Staatsministerin Judith Gerlach betonte das große Interesse der Staatsregierung für die Erhaltung einer lebendigen Kinoszene Bayerns: „Ein starker Filmstandort braucht eine starke Kinolandschaft. Kinoförderung ist der bayerischen Staatsregierung sehr wichtig. Wir werden der bayerischen Kinolandschaft gute Zukunftschancen bieten.“

Unter anderem soll die Förderung weiter verbessert werden. So will Gerlach für den Doppelhaushalt 2019/2020 zusätzliche Mittel anmelden. Außerdem gab sie eine Neuregelung aus der anstehenden Novellierung der FFF-Förderrichtlinie bekannt: Die Höchstfördersätze für Kinoinvestitionen werden auf bis zu 100.000 Euro und 250.000 Euro für Kino-Neubauten verdoppelt.

Auch interessant

Meistgelesen

Neues Zuhause gesucht: Helfen Sie diesen liebenswerten Zwei- und Vierbeinern!
Neues Zuhause gesucht: Helfen Sie diesen liebenswerten Zwei- und Vierbeinern!
Dießener Trachtenjugend begeistert mit ihrem Adventstheater
Dießener Trachtenjugend begeistert mit ihrem Adventstheater
Ein Rathaus mit Flügeln
Ein Rathaus mit Flügeln
Keine Stille Nacht allein unterm Baum
Keine Stille Nacht allein unterm Baum

Kommentare