Noch gut bei Kasse

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Für die Sanierung der Lachener Straße sind im Haushalt für dieses Jahr bereits Mittel bereitgestellt – die Raistiger Brücke bleibt vorerst dagegen unangetastet.

Dießen – Dass sich ein Gemeindehaushalt mit einem Volumen von gut 24 Millionen Euro in einer einzigen Sitzung nicht abschließend behandeln lässt, musste sich der Finanzausschuss der Marktgemeinde Dießen in der vergangenen Woche nach zweieinhalbstündiger Beratung eingestehen.

In Vertretung von Bürgermeister Herbert Kirsch (Dießener Bürger), der sich nach wie vor im Krankenstand befindet, leitete Dießens 2. Bürgermeister Peter Fastl (Freie Wähler) in der vergangenen Woche die Sitzung, in deren Mittelpunkt der Verwaltungshaushalt stand. Gleich zu Beginn strich der Ausschuss beherzt den Kostenansatz für einen Imagefilm über die Marktgemeinde in Höhe von 8000. „Wir sind auch so ganz gut aufgestellt“, kommentierte Hanni Bauer (SPD). Wenn man die Öffentlichkeitsarbeit aufpeppen wolle, dann in Zusammenarbeit mit der Touristinfo, meinte auch Marianne Scharr (OK). Trotz des relativ hohen Ansatzes für Personalkosten (2736700 Euro) im diesjährigen Haushaltsentwurf blieb die Position „Aus- und Fortbildung“ mit 20000 Euro unangetastet, denn auch in diesem Jahr sollen wieder zwei Auszubildende eingestellt werden. Zu den großen Positionen gehört heuer wieder der Unterhalt der Carl-Orff-Mittelschule, die sich über wachsende Schülerzahlen freuen darf. Das macht sich freilich auch in den Ausgaben für die Schüleressen bemerkbar, die im Ansatz von 70000 auf 80000 Euro erhöht wurden. Eine Position, die für die Gemeinde aufgrund der gleich hohen Einnahmen allerdings kostenneutral ist. Investieren will der Finanzausschuss soll zudem in eine neue Telefon- und EDV-Anlage für die COV. Die Mittel hierzu stockte man von 100000 Euro auf 226400 Euro auf. Ein Betrag der allerdings nach Möglichkeit nicht in vollem Umfang ausgegeben werden soll. Aufgrund der großen Nachfrage nach Krippen-, Kindergarten- und Hortplätzen bekommen auch die Betreuungseinrichtungen mehr Geld, die sich nicht in der Trägerschaft der Gemeinde befinden. Der Haushaltsansatz wurde hier von 405000 Euro auf 470000 Euro verschoben. Gespart wird vorerst unter anderem an der Raistinger Brücke. Abbruch oder Sanierung wurden auf 2014 verschoben. Für die Sanierung der Ortsstraßen stehen dem Bauamt heuer 150000 Euro, und damit 50000 Euro mehr als im vergangenen Jahr, zur Verfügung. Im Fokus stehen insbesondere die Issinger Straße und die Hochborde der Lachener Straße Grundsätzlich tragen die Sparmaßnahmen der vergangenen Jahre Früchte: 2013 muss sich die Marktgemeinde zwar an den Rücklagen bedienen (4185100 Euro), um einen Ausgleich in den Ein- und Ausgaben zu schaffen. So wird im zehnten Jahr in Folge eine Neuverschuldung vermieden. Stattdessen ist eine Sondertilgung von einer Million Euro vorgesehen – zusätzlich zur regulären Tilgung von 324000 Euro.

Ursula Nagl

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