Guter Vorsatz im Rathaus: sparsam sein

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Der Haushaltsentwurf für 2014 ist fast fertig. Kämmerer Winfried Plaß (rechts) ist Herr der Kauferinger Zahlen. Zusammen mit Bürgermeister Erich Püttner (links) diskutiert er weitere Einsparmöglichkeiten.

Kaufering – Es war der letzte offizielle Termin für die Gemeinderatsarbeit in diesem Jahr. Es ging um Geld, genauer gesagt, um den Entwurf für den Verwaltungshaushalt der Marktgemeinde, den der Finanzausschuss zu diskutieren hatte.

Es war auch die Stunde von Kämmerer Winfried Plaß. Wochenlange Rechnerei und viele Besprechungen waren für den Kämmerer vorausgegangen, um aus den Einzelplänen einen tragfähigen Haushaltsentwurf vorlegen zu können.

Das Volumen des Verwaltungshaushaltes liegt für 2014 bei 15914700 Euro. Das entspricht einer Steigerung von 9,3 Prozent. Besonders erfreulich: Die Marktgemeinde hat für 2014 eine Zuführung von rund 1,9 Millionen Euro in den Vermögenshaushalt eingeplant.

Mit der Einnahmeseite sind Bürgermeister Erich Püttner und sein Kämmerer zufrieden. Man rechnet mit einem Plus bei den Steuereinnahmen von rund 600000 Euro. Größter Einzelposten ist der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer mit knapp 5,3 Millionen Euro (plus 400000 Euro). Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind mit vier Millionen Euro eingeplant – das sind 200000 Euro mehr als noch 2013. Auch die Schlüsselzuweisungen des Landes erhöhen sich um mehr als 200000 Euro auf 723000 Euro.

Mehr als drei Stunden diskutierte der Finanzausschuss über die geplanten Ausgaben im kommenden Jahr. Der Markt erbringt eine Reihe von freiwilligen Leistungen. Typisches Beispiel ist die Unterhaltung der Bücherei. Den Einnahmen von 18000 Euro stehen Ausgaben in Höhe von 252000 Euro gegenüber. Ähnlich verhält es sich bei der Volkshochschule. Hier betragen die Einnahmen 220000 Euro bei laufenden Kosten von 302000 Euro. Auch für den Unterhalt der Sporthalle an der Bayernstraße und den zugehörigen Außenanlagen muss die Gemeinde tief in die Tasche greifen. 160000 echte Kosten fallen hier an. Die sieben Kindergärten in Kaufering bekommen 2014 insgesamt einen Zuschuss in Höhe von 700000 Euro.

Größere Posten bei den Ausgaben sind Stromkosten für die Straßenbeleuchtung (90000 Euro). Der Betrieb der Ortsbuslinie kostet rund 100000 Euro, der Zuschuss zum Anrufsammeltaxi liegt bei 24000 Euro und für den Zuschuss für die Schülermonatskarten hat der Kämmerer 12000 Euro in den Haushalt eingeplant. Viel Geld muss Winfried Plaß auch für die Gemeindestraßen einplanen. Rund 1,17 Millionen Euro fallen dort an. In dieser Summe sind auch die Kosten des Bauhofes, des Winterdienstes oder gärtnerischen Arbeiten im Straßenbereich enthalten.

Die Gemeinde beschäftigt derzeit rund 80 Mitarbeiter, davon arbeiten 67 in der Gemeindeverwaltung mit ihren Außenstellen und dem Bauhof, 13 Personen sind bei den Kommunalwerken tätig. „Sparsam wirtschaften, ohne die Aufgaben der Marktgemeinde zu vernachlässigen“, davon haben sich Verwaltung und Finanzausschuss leiten lassen, sagte Bürgermeister Erich Püttner gegenüber unserer Zeitung. Auf Haushaltseinsparungen in Höhe 180000 Euro konnte man sich einigen. So spart man beispielsweise 5000 Euro durch die Abschaffung des Bauschuttcontainers auf dem Recyclinghofes ein. Die Ausgaben für Hendl für die Senioren beim Volksfest standen auf dem Prüfstand und wurden um 5000 Euro gekürzt. Die Marktgemeinde will das Alter für die Seniorenspende auf 65 Jahre hochsetzen. Letztendlich muss aber der neue Gemeinderat nach den Kommunalwahlen über dieses Thema entscheiden.

Heiß diskutiert wurden auch die freiwilligen Zuschüsse zur Musikschule in Landsberg. Statt wie bisher 12000 Euro hat Kämmerer Winfried Plaß für das kommende Haushaltsjahr 6000 Euro angesetzt.

Der Finanzausschuss hat den vorläufigen Entwurf des Verwaltungshaushaltes 2014 abgesegnet. Endgültig wird der Gemeinderat aber erst nach der Aufstellung des Vermögenshaushaltes darüber entscheiden, da sich noch kleinere Änderungen ergeben können. Über die Investitionen in der Marktgemeinde wird erst im Rahmen der Beratungen über den Vermögenshaushalt entschieden.

Siegfried Spörer

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