Finanzhilfen sind geregelt

Wie viel Zuschuss es von der Gemeinde künftig für die Ortsvereine oder auch die Kirche gibt muss jetzt nicht mehr von Fall zu Fall diskutiert werden: All dies ist in einem festen Regelwerk verankert, das der Gemeinderat verabschiedet hat.

Die neuen Richtlinien gelten für sämtliche Körperschaften in Denklingen, die ausschließlich gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen und im Gemeindegebiet tä-tig sind. Was Vereine und Organisationen beachten müssen: Zwingend notwendig ist, dass erst der Antrag gestellt und die Bewilligung abgewartet wird, bevor mit der jeweiligen Maßnahme begonnen wird. Denn ansonsten gibt es kein Geld von der Gemeinde. Mit 20 Prozent will die Gemeinde künftig Baumaßnahmen und Anschaffungen von beweglichen Sachen des Anlagevermögens fördern. Ausnahme: Gibt es vom Freistaat Förderung des außerschulischen Sports, so schießt die Gemeinde den gleichen Betrag bei. Nur für Investitionen Für Maßnahmen, die unter 3000 Euro liegen, gibt es generell keine Zuschüsse. Wie Verwaltungschef Johann Hartmann im Gemeinderat erläu- terte, müsse genau unterschieden werden, was eine Investition sei und was nicht. Denn nur solche würden gefördert, nicht aber reine Unterhaltungsmaßnahmen. An ehrenamtliche Jugendleiter zahlt die Gemeinde einen Auslagenersatz in gleicher Höhe wie der Kreisjugendring Landsberg. Vereine, die Jugendarbeit leisten, erhalten einen jährlichen Grundbetrag von 50 Euro und zusätzlich für jeden Jugendlichen drei Euro jährlich. Eine andere Regelung gilt bei Sport- und Schützenvereinen, die staatliche Zuschüsse beantragen: In diesem Falle gewährt die Gemeinde den Sportlern einen jährlichen Betrag in Höhe von 50 Prozent der Zuwendungen des Freistaates Bayern. Eine Ausnahme gilt auch für den Musikverein Denklingen: Die Kapelle bekommt eine Jahrespauschale von 1750 Euro für die Fortbildung ihrer Jungmusiker. Außerdem zahlt die Gemeinde: Für den Unterhalt vom „Haus der Vereine“ 160 Euro im Monat, für den Gartenbauverein Denklingen jährlich 300 Euro für die Mitarbeit bei den gemeindlichen Grünflächen sowie an die Feuerwehrvereine für jeden Aktiven zehn bzw. 15 Euro (je nach Ausbildung) im Jahr. Kein Rechtsanspruch Für sämtliche Förderungen gilt: Einen Rechtsanspruch darauf gibt es nicht - die Zuwendungen werden nur im Rahmen der Mittel, die im Haushaltsplan der Gemeinde zur Verfügung stehen, bewilligt.

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