VR-Bank-Sozialpreis 2017

Miteinander, nicht nebeneinander

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Strahlende Gewinner: Drei Projekte aus dem Landkreis Landsbedrg erhielten im Rahmen des VR-Sozialpreises 3.000, 2.000 und 1.000 Euro für ihre Arbeit.

Landsberg – Zum siebten Mal hat die VR-Bank Landsberg-Ammersee jetzt ihren Sozialpreis verliehen, und doch war der Abend im Sitzungssaal des Landratsamts eine Premiere – denn zum ersten Mal war ein bayerischer Staatsminister dabei. Markus Söder, zuständig für Finanzen und Heimat, würdigte die „Helden des Alltags“, denen mit dem „Sozial-Oscar“ Anerkennung, Respekt und Dankbarkeit gezollt werde – allen voran dem Preisträger „Handwerk mit Herz“.

Viel Zeit für Gespräche war nicht: Finanzminister Markus Söder (Mitte) im kurzen Austausch mit Landrat Thomas Eichinger (2. v. rechts) und Bürgermeisterin Doris Baumgartl (links).

Bei den Projekten, die sich um die Auszeichnung beworben hatten, zeigte sich eine in jeder Hinsicht große Bandbreite. Angebote für Kinder und Senioren, Menschen in wirtschaftlichen Nöten, Flüchtlinge und Opfer von Krankheit und Krisen waren darunter, Projekte, die gerade erst an den Start gehen, und andere, die es schon viele Jahre gibt. Ein solches gewann den 1. Preis: die Aktion „Handwerk mit Herz“, die sich um sozial schwache, benachteiligte und behinderte Kinder sowie jugendliche Opfer von Gewalt und Missbrauch kümmert.

„Menschen mit dem Herzen kennenlernen“ – das ist das Motto des Landsberger „Frauen-Treffs interkulturell“. Hier kommen Frauen aus allen Ländern und Kulturen zusammen, um sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Das seit zwei Jahren laufende Projekt wurde von der Sozialpreis-Jury mit dem 2. Rang belohnt. Auf Platz 3 landete die „Gesellschaft für KinderKrebsForschung“ aus Walleshausen. Sie sammelt Geld, um die Entwicklung von Medikamenten und Therapien gegen seltene Krebsarten bei Kindern zu unterstützen.

Insgesamt hatten sich 28 Projekte um den VR-Sozialpreis beworben. Einige von ihnen erhielten die Gelegenheit, sich am Festabend ausführlicher vorzustellen. Und auch wenn die Auswahl angeblich von einem „Zufallsgenerator“ bestimmt worden war, wie Moderator Dominic Wimmer behauptete, so waren doch alle drei Preisträger darunter.

„Die Projekte zeigen, wie groß das ehrenamtliche Engagement in der Region ist“, lobte der Vorstandsvorsitzende der VR-Bank, Stefan Jörg. Und für Landrat Thomas Eichinger ist die Arbeit der vielen Freiwilligen ein Zeichen dafür, „dass die Menschen im Landkreis nicht nur nebeneinander leben, sondern ein Miteinander da ist“. Landsbergs Bürgermeisterin Doris Baumgärtl würdigte das Ehrenamt als „unbezahlbares Gut“ und tröstete all diejenigen, die an diesem Abend leer ausgingen: „Gewinner sind sie alle.“

Das Ehrenamt nützt allen – denjenigen, denen geholfen wird, und auch denen, die sich einsetzen. Das konnte Finanzminister Markus Söder aus eigener Erfahrung berichten. „Ich war früher im Sportverein und weiß, dass man dort viel lernt für sein Leben.“ Und obwohl die Freiwilligen sich auch oft mit „Gemotze und Gemaule“ auseinandersetzen müssten, kenne er niemanden, der nicht mit „innerem Feuer“ bei der Sache sei.

Viel Leidenschaft bewiesen bei der Sozialpreisverleihung dann auch der Landsberger Chor Gospels-N-Joy und die Rhythmusgruppe CoDjeBo vom Sonderpädagogischen Förderzentrum in Landsberg, die den Abend musikalisch umrahmten.

Ab dem kommenden Jahr wird der mit insgesamt 6.000 Euro dotierte Sozialpreis übrigens um eine Kategorie erweitert, wie Stefan Jörg ankündigte. Dann nämlich wird die Auszeichnung „Sterne des Sports“ in den Sozialpreis integriert.

Ulrike Osman

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