Von der Schrottkarre zum Logistikwagen:

Finninger opfern 250 Stunden Freizeit fürs Feuerwehrauto

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Ein echtes Prunkstück: der Gerätewagen-Logistik, den die Finninger Floriansjünger nach einem Unfall in 250 Arbeitsstunden zusammengebaut haben.

Finning – Eine der vielen Stärken von Feuerwehren ist es, aus jeder Situation das bestmögliche zu machen. Diese Stärke konnte die Feuerwehr Finning nun wieder einmal zum Wohle der Bürger einsetzen und das beschädigte Löschfahrzeug erfolgreich in einen Gerätewagen-Logistik (GW-L) umzubauen und in Dienst stellen.

Wie berichtet, gab es vor gut zwei Jahren einen Unfall mit dem bis dahin eingesetzten Löschfahrzeug, so dass das es ab diesem Zeitpunkt nicht mehr eingesetzt werden konnte. Damals wurde innerhalb kürzester Zeit ein Ersatzfahrzeug gefunden werden; es stellte sich aber die Frage, was man mit dem bisherigen Fahrzeug machen sollte. Bei einem Verkauf des Fahrzeugs hätte die Gemeinde den minimalen Restwert von 7.000 Euro erhalten. „Auf der anderen Seite war das Fahrgestell noch in einem hervorragenden Zustand“, erinnert Kommandant Tobias Karl. Daraus sei die Idee entstanden, den bisherigen Lösch­aufbau zu entfernen und durch einen Kofferaufbau mit Ladebordwand zu ersetzen, um daraus einen Gerätewagen-Logistik zu machen.

Die Arbeiten zum Umbau haben das Jahr 2017 für die Feuerwehr Finning maßgeblich geprägt. So musste auf der einen Seite die handwerklichen Arbeiten zur Demontage des Aufbaus durchgeführt werden und auf der anderen Seite musste das Fahrzeug sowie der zukünftige Aufbau geplant und dokumentiert werden. Insgesamt investierten die Feuerwehrleute 250 Stunden ihrer Freizeit in den Umbau, die Planungsarbeiten und Vorbesprechungen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es ist ein komplett neues, einsatztaktisch sehr wertvolles Fahrzeug entstanden.

Durch die große Ladefläche in Verbindung mit der flexiblen Beladung über unterschiedliche Rollcontainer lasse sich das Fahrzeug sehr flexibel einsetzen. Im ersten Schritt wurde der Fokus auf die Brandbekämpfung sowie zur Förderung von Wasser über lange Schlauchstrecken gelegt. Im Verlauf der kom­men­den Jahre werde die Beladung aber noch über Module zur Technischen Hilfeleistung sowie für Flächenlagen, etwa Überschwemmungen, ergänzt werden.

Mit dem GW-L stehe jetzt aber auch ein wichtiges Fahrzeug für die Jugendausbildung beziehungsweise für wichtige Dienstfahrten – zum Beispiel zur Reinigung der Einsatzkleidung oder zu Atemschutzfortbildungen –zur Verfügung. „Damit stellt sich eine nachhaltige Verbesserung sowohl der Einsatzfähigkeit als auch der Arbeitsbedingungen der ehrenamtlichen Mitglieder der Feuerwehr Finning ein“, freuen sich Kommandant Karl und sein Stellvertreter Michael Streifinger.

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