Die Stadt bittet um Stellungnahmen

Landsbergs neuer Flächennutzungsplan liegt aus

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Schon jetzt ein Stück Verkehrswende: Ein Paketdienst liefert seine Sendungen in Landsberg mit dem Fahrrad aus.

Landsberg – Noch bis zum 17. Mai können die Landsberger Bürger den Entwurf des Flächennutzungs- und Landschaftsplans in der Stadtverwaltung oder im Internet einsehen und Stellungnahmen dazu abgeben. Der Plan legt insbesondere fest, welche zusätzlichen Flächen ab 2020 für Wohnungsbau und Gewerbe genutzt werden können. An einer Informationsveranstaltung im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung nahmen am vergangenen Dienstag im Festsaal des Historischen Rathauses 200 Personen teil.

Bis zum Jahr 2035 wird Landsberg je nach Prognose um 4.370 bis 6.280 Einwohner wachsen. Der Wohnungsbedarf steigt um 2.870 bis 3.830 Einheiten. Die Zahl der Beschäftigten nimmt von 14.678 im Jahr 2016 auf 18.800 bis 21.600 zu. Dafür werden 31 Hektar zusätzliche Gewerbeflächen benötigt. Ausgehend von diesen Zahlen hat das Planungsbüro Kling Consult aus Krumbach gemeinsam mit dem Stadtrat zusätzliche Flächen für Wohn- und Gewerbegebiete definiert (der KREISBOTE berichtete).

Neben den Plänen samt vieler Detailuntersuchungen etwa zur Vegetation, zur Geologie und dem Artenschutz können auch alle Gutachten in der Stadtverwaltung eingesehen werden – „das sind etwa zwei laufende Meter Akten“, erklärte Stadtbaumeisterin Birgit Weber bei der Informationsveranstaltung. In ihrem und weiteren Vorträgen von Oberbürgermeister Mathias Neuner und Raumordnungsplaner Peter Wolpert ging es vorwiegend um die Erläuterung des Verfahrens und um den Umfang der Planung. Konkret wurde es erst eine Etage tiefer, wo die Veranstaltung-Besucher an „Thementischen“ individuelle Fragen stellen konnten. Eine Diskussion im Plenum war nicht vorgesehen.

Parallel zum bereits ausgearbeiteten Flächennutzungsplan entsteht der Verkehrsentwicklungsplan. Dirk Kopperschläger (Brenner BERNARD) stellte in seinem Vortrag dar, in welchen Themenbereichen es Vorschläge geben wird. Ziel sei es, in Landsberg eine Verkehrswende einzuleiten; im Fokus stünden dabei der Öffentliche Nahverkehr, das Radwegesystem und die Elektromobilität. Ohne solche Maßnahmen gäbe es ein „Basis-Szenario“, das Kopperschläger als „worst case“ und „Drohkulisse“ bezeichnete.

Konkrete Vorschläge sind aber noch nicht in den ausgelegten Unterlagen enthalten. Daher sind insoweit auch keine Stellungnahmen möglich.

Verkehrsentwicklungspläne sind zwar fakultativ und unterliegen nicht dem gleichen Verfahren wie Flächennutzungspläne. Die Stadt plant aber offenbar, zwischen der ersten und zweiten Bürgerbeteiligung zum Flächennutzungsplan eine eigene Bürgerbeteiligung zum Verkehrsentwicklungsplan durchzuführen.

Werner Lauff

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