Jetzt ist es offiziell

Hoffmann tritt auch für die CSU als Bürgermeisterkandidat an

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Den richtigen Maßstab für Utting hält hier LW- und CSU-Bürgermeister-Kandidat Florian Hoffmann (Mitte) gleich doppelt in Händen. Dabei hat er die volle Unterstützung von CSU-Ortsvorsitzenden Ralph Seitz (links) und Uttings Vize-Bürgermeisterin Margit Gottschalk (rechts).

Utting – Es war nur noch eine Formsache, aber damit ist es jetzt offiziell: Florian Hoffmann von der Ländlichen Wählergemeinschaft (LW) ist als gemeinsamer Kandidat auch von der CSU-Bürgerliste einstimmig für das Bürgermeister-Amt in Utting bestätigt worden. Wie mehrfach berichtet, tritt der aktuelle Amtsinhaber Josef Lutzenberger nicht mehr an. Die bislang einzige Kandidatin Renate Standfest (Bündnis 90/Die Grünen) hat mit Hoffmann jetzt einen ernst zu nehmenden Mitbewerber bekommen.

Das zeigte sich bei seiner Vorstellung im Saal des Schützenvereins Ammersee. LW- und CSU-Mitglieder waren voll des Lobes über den engagierten 36-ährigen. Unisono sprachen CSU-Ortsvorsitzender Ralph Seitz und LW-Chef Jakob Wilhelm von den vielen gemeinsamen Zielen, wie man Utting noch liebens- und lebenswerter machen „und den Charme erhalten kann“. Ralf Stief erinnerte an seine gemeinsame Zeit als Ratstisch-Nachbar von Hoffmann, den er hier schätzen gelernt habe: „Florian weiß, wie Utting tickt. Er kennt sich bestens aus und hat alle Voraussetzungen für das Bürgermeister-Amt. Es gib keinen Besseren!“ Vize-Bürgermeisterin Margit Gottschalk lobte Hoffmanns Bodenständigkeit und Natürlichkeit. Bei ihm sei Utting „in besten Händen“, falls er die Wahl gewinnen sollte.

Hoffmann hat sich als Postbote, Gemeinderat und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr über die Jahre eine echte „Fanbase“ aufgebaut, die ihn gerne auf dem Chefsessel im Rathaus sehen würde. Nach Quali-

Hauptschulabschluss in Utting lernte Hoffmann das Schreiner-Handwerk und leistete seinen Grundwehrdienst bei der Sanitätsstaffel des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck. Nach diversen beruflichen Stationen arbeitete er viele Jahre bei der Deutschen Post. Den großen Karriere-

sprung machte Hoffmann 2017 in das Bauamt der Gemeinde Utting. Berufsbegleitend ließ er sich zum Verwaltungsangestellten ausbilden. Damit musste er „schweren Herzens“ sein Mandat im Gemeinderat aufgeben, in den er 2014 gewählt wurde.

Bereits mit 14 trat Hoffmann der Uttinger Feuerwehr bei und arbeitete sich hoch bis zum Kommandanten eines 70-köpfigen Teams. „Hier habe ich gelernt zu führen, steuern und motivieren“, wie er betonte. Er sei kein Theoretiker, sondern ein Mann der Praxis. Seine handwerkliche Ausbildung, die Erfahrungen bei der Feuerwehr, die Jahre als Gemeinderat und das berufliche Spektrum bis hin zum Verwaltungsfachangestellten im Bauamt könne er als Bürgermeister bestens und konstruktiv einbringen. Für ihn sei ein offenes Miteinander über Partei- und Organisationsgrenzen wichtig. Darum freue er sich über das jeweils einstimmige Votum von LW und CSU-Bürgerliste.

Auf die Frage in der Diskussionsrunde, ob er sich mit 36 nicht zu jung für das verantwortungsvolle Bürgermeister-Amt halte, erwiderte er knapp und selbstbewusst: „Nein, Österreichs Politik-Liebling Sebastian Kurz ist noch jünger und hat bereits viel bewegt“.
Dieter Roettig

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