Abschied im Uttinger Rathaus

Florian Zarbo geht und bleibt doch

Florian Zarbo mit Ehefrau Zora
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Ein Karrieretreppchen höher geht es für Florian Zarbo als Vorstand des Kommunalunternehmens Weßling. Rückendeckung dafür bekam er auch von Ehefrau Zora.
  • Dieter Roettig
    vonDieter Roettig
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Utting – Privat bleibt er am Ammersee wohnen, beruflich zieht es ihn an den Weßlinger See im Landkreis Starnberg: Florian Zarbo (26). Der Geschäftsleiter und Kämmerer von Utting wird in der 5.800 Einwohner-Gemeinde Vorstand des Kommunalunternehmens. Genügend Erfahrung hat er in diesem Bereich.

In Utting ist Florian Zarbo nämlich zusätzlich kaufmännischer Vorstand im dortigen Kommunalunternehmen, das man im Zuge der gerade entstehenden Schmucker-Siedlung gegründet hat. Seit Juni 2020 ist er in gleicher Funktion auch in Windach tätig. Beide Posten wird er künftig „nebenberuflich“ weiterführen, während er schon ab 1. Juli hauptberuflicher Vorstand in Weßling wird.

Florian Zarbo, der mit Ehefrau Zora und Söhnchen Raphael in Riederau lebt, hat also mit Weßling, Utting und Windach drei berufliche Anlaufstellen. Und eine ehrenamtliche in Dießen, wo er für die Freien Wähler im Markgemeinderat sitzt. Bei den letzten Kommunalwahlen hatte er hier als Bürgermeister kandidiert, verlor aber in der Stichwahl gegen Sandra Perzul.

Zu gerne wäre er Nachfolger von Herbert Kirsch in Dießener Rathaus geworden. Denn hier absolvierte Zarbo von 2010 bis 2013 seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten. Von 2014 bis 2016 machte er eine Fortbildung zum Verwaltungsfachwirt und stieg in den gehobenen Dienst auf. In Dießen war er fortan in der Kämmerei tätig.

Als in Utting der vakante Posten des Kämmerers neu zu besetzen war, überlegte Zarbo nicht lange und bewarb sich. Bald machte er den nächsten Karrieresprung. Der damalige Bürgermeister Josef Lutzenberger berief ihn zusätzlich zum Geschäftsleiter. Für die verantwortungsvolle Aufgabe in Personalunion sei Zarbo mit „seinem jugendlichen Elan und Fachwissen“ bestens prädestiniert, lobte ihn damals der Bürgermeister. Das gilt wohl noch heute auch für seine größeren Aufgaben in Weßling, wo es unter anderem um Stadtentwicklung mit Wohnungsbau, Energie und Schulen geht.

Florian Zarbo betonte gegenüber dem KREISBOTEN, dass er „mit einem weinenden und einem lachenden Auge“ das Uttinger Rathaus verlässt. Mit dem neuen Bürgermeister Florian Hoffmann und dem Verwaltungsteam habe er bestens harmoniert, aber andererseits reize ihn das umfangreichere Aufgabengebiet in Weßling. Zarbo hofft, an seinem letzten Arbeitstag am 30. Juni „anständig Ausstand feiern zu können“, falls es Corona zulässt.

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