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Landsberger Feuerwehr lässt auch Spraydosen knallen

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Landsberg – Ein riesiger Feuer­ball, Hitze. Kurz darauf ein bombastisches „Wumm!“ Nein, hier wird nicht der neue James Bond gedreht. Die Freiwillige Feuerwehr Landsberg feiert ihren Tag der offenen Tür. Und da wird auch gezeigt, was passiert, wenn eine Spraydose explodiert: sehr, sehr laut. Oder wenn brennendes Fett mit Wasser gelöscht wird: eher unklug. Bis das Fett für die Vorführung brennt, dauert es allerdings. „Wir sind im Brandstiften eben nicht so gut“, lacht Vorsitzender Robert Peetz, „dafür aber im Löschen top.“

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1 / 61Floriansjünger zum Anfassen: Am Wochenende konnten Klein und Groß beim Tag der offenen Tür die Arbeit der Landsberger Feuerwehr kennenlernen. © Greiner
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Die zahlreichen Besucher können üben, wie man mit dem Wasserschlauch zielt. Und erfahren, wie schlecht die Sicht beim Krabbeln durch rauchige Innenräume ist. Vorwiegend nutzen den Tag der offenen Tür Familien mit kleinen bis ganz kleinen Kindern. Da gibt‘s Fotos im echten Feuerwehrauto und auf der kleineren Spielzeugvariante. Oder auf dem Fire-Bobbycar. Wie schwer ist so eine feuersichere Winterjacke eigentlich? Wie Klettern, wenn Rauch die Lunge verstopft? Auch den Profis darf man zuschauen: Sie retten Personen aus einem Unfallauto und zwei um Hilfe Schreiende aus dem oberen Stockwerk des Feuerwehrgebäudes – mit Blaulicht, Drehleiter und allem Drum und Dran.

Weil die Landsberger Feuer­wehr eine freiwillige ist – in Bayern gibt es nur sieben Berufsfeuerwehren –, ist Nachwuchswerbung wichtig. „Die Ausbildung dauert insgesamt circa zwei Jahre“, erklärt Jugendleiter Markus Riegg. Dabei können auch Ältere kommen: „Wir haben gerade einen Quereinsteiger mit 42.“ Die sogenannte modulare Truppausbildung findet einmal alle zwei Wochen statt. Zudem können Jugendliche an den Übungen der Erwachsenen teilnehmen – ebenfalls einmal alle zwei Wochen. „Ausrücken können die aber erst mit 18“, erläutert Riegg. Jugendschutz.

Vom Ölspurkehren bis zur Rettung von Personen: alles in der Grundausbildung mit dabei. Und danach geht es mit Modulen weiter: Atemschutzausbildung, technische Hilfeleistung, Brandbekämpfung: „Das ist dann die Eliteeinheit. Die, die reinrennen, wenn alle anderen rausrennen“, schmunzelt Riegg. 2017 sei das erste Jahr, in dem er keine Nachwuchssorgen habe. Dennoch seien sie zu wenig: „Natürlich können wir alle Einsätze fahren. Aber die Anzahl muss sozial verträglich bleiben.“

Der Traum „Feuerwehrmann werden“ scheint mit zunehmenden Alter abzunehmen: Teenager sind kaum zu sehen. Elias und Tizian hingegen sind schon mit dabei. Die beiden Jugendlichen stehen bei der Atemschutzstrecke und passen auf. Sound-Einspielungen mit Schreien laufen im Hintergrund. „Wir wollten es lauter drehen, denn dann wird das so richtig stressig“, meint Tizian. Dürfen sie aber nicht. Die Ausbildung sei anstrengend, aber „cool“, sagen beide. „Theorie muss man eben auswendig lernen und für die Praxis üben, üben, üben“, meint Elias. Feuerwehrmann war schon sein Kindheitstraum. Jetzt kann er den Kindern aus dem Feuerwehrauto heraus zuwinken. „Und es gibt doch nichts Größeres, als wenn einem der Feuerwehrmann zuwinkt, oder?“

Susanne Greiner

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