MS Utting kann starten

Schiffstaufe mit Volksfeststimmung

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Feierlich wurde die neue MS Utting heute getauft. Als Taufpatin des Ausflugsdampfers fungiert Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. Damit ist die Flotte auf dem Ammersee nun wieder komplett.
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Feierlich wurde die neue MS Utting heute getauft. Als Taufpatin des Ausflugsdampfers fungiert Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. Damit ist die Flotte auf dem Ammersee nun wieder komplett.

Utting – Das Quartett ist endlich komplett. Mit einer feierlichen Schiffstaufe wurde der neue Vorzeige-Passagierdampfer MS Utting bei weißblauem Himmel in Betrieb genommen. Damit sind wieder vier Schiffe auf dem Ammersee unterwegs: Die Motorschiffe Augsburg (Platz für 300 Passagiere), die Raddampfer Herrsching (400 Passagiere) und Dießen (400 Passagiere) und jetzt das neue MS Utting, das 500 Passagieren Platz bietet. Es ist das 34. Schiff der Bayerischen Seenschifffahrt.

Als oberster Dienstherr der Bayerischen Seenschifffahrt war Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder zufriedener und stolzer Ehrengast der Zeremonie am Dampfersteg in Utting. Denn mit mehr als 300.000 Fahrgästen im letzten Jahr gab es auf dem Ammersee wieder ein Rekordergebnis. So konnten die 5,4 Millionen Euro für das neue MS Utting aus Eigenmitteln finanziert werden, nachdem die "alte" MS Utting nach fast 70 Jahren Dienst auf dem Ammersee ausgemustert wurde. Sie thront jetzt als Kulturtreff und Kleinkunstbühne auf einer stillgelegten Eisenbahnbrücke über der Lagerhausstraße in München-Sendling.

Es herrschte Volksfeststimmung auf der Uttinger Seepromenade. Hunderte von Neugierigen waren gekommen, um das "Jahrhundert-Spektakel" live zu erleben, als das festlich geschmückte MS Utting mit Kapitän Helmut Diller auf der Brücke erstmals den Dampfersteg anfuhr. Beifall für die erste Landung gab es auch von den vielen Ehrengästen, darunter Söders Vorgänger Kurt Faltlhauser, Landrat Thomas Eichinger und die Bürgermeister Alexander Herrmann (Schondorf), Siegfried Luge (Eching), Herbert Kirsch (Dießen), Michael Kießling (Denklingen) oder Werner Grünbauer (Pähl). Und natürlich Josef Lutzenberger als Chef der namensgebenden Gemeinde. Er überreichte nach seinem Grußwort das in Seide gestickte Gemeindewappen an Minister Söder. Die traditionelle Schiffsglocke wurde an den Staatsminister von Dr. Rainer Miebach, dem Geschäftsführer der Lux-Werft feierlich übergeben.

Söder genoß sichtlich den Freilufttermin am Ammersee, "weil eine Schiffstaufe zu den schönsten Aufgaben eines Ministers gehört", wie er betonte. Und er machte zur Freude des Publikums Wortspiele. So hieße das neue Schiff MS Utting ausgeschrieben "Markus Söder Utting". Regionalbischöfin Breit-Keßler konterte gleich mit "Meine Susanne", was MS hieße. Minister Söder ist übrigens ein großer Fan sozialer Medien. Er machte vor dem neuen Schiff Selfies und drehte auch einen Minifilm, den er gleich online stellte.

Das neue MS Utting ist 225 Tonnen schwer, stolze 51 Meter lang und 9,60 Meter breit. Es wurde wie alle Schiffe von Ammersee und Starnberger See in der Lux-Werft in Niederkassel gebaut und in einer auf den Zentimeter genau berechneten 600 Kilometer langen Route in die Werft nach Stegen gebracht, wo der Innenausbau erfolgte. Rein äußerlich hat das von zwei 368 kW-Dieselmotoren angetriebene Schiff, natürlich mit Partikelfilter, eine klassische bis nostalgische Form. Im Inneren aber herrscht modernste Technik von der LED-Beleuchtung bis zur klimatisierten Räumlichkeiten. Natürlich ist das Schiff barrierefrei und bietet viel Platz für Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen oder Radausflügler, die ihre Drahtesel mitnehmen wollen. Ein Aufzug führt zum Frischluftdeck, wo Kinder mit einer Edelstahl-Rutsche hinunter zum Hauptdeck ihren Spaß haben werden. Und es gibt freies WLAN, was die Fahrt auf dem MS Utting noch attraktiver macht. Von allen Ammersee-Schiffen hat das MS Utting den größten Innenbereich und ist damit für Feste und Feiern besonders geeignet. Für den Fall der Fälle sind 500 Rettungswesten an Bord.

Gleich drei Geistliche sorgten mit Segnung und Taufe dafür, dass die Westen nie eingesetzt werden: Der katholische Pater Xaviour Joseph Namplampara, der evangelische Pfarrer Jochen Eberhardt und Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler als prominente Taufpatin. Mit den traditionellen Taufworten "Ich taufe dich auf den Namen Utting und wünsche dir stets gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel" warf sie unter viel Beifall eine Flasche Sekt an den Rumpf.

Michael Grießer, der Geschäftsführer der Bayerischen Seenschifffahrt, bedankte sich bei den Geistlichen mit Geschenkkörben. Begleitet von der Blaskapelle Utting und dem Shanty-Chor der Liedertafel durften die Ehrengäste das MS Utting inspizieren und zur Jungfernfahrt starten. 

Dieter Roettig

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