"Eine vorläufige Heimat"

Das Haus St. Florian wird zum Übergangswohnheim. Für die bisherigen Bewohner ist bereits eine andere Unterbringung gefunden worden.

St. Ottilien – Die Erzabtei nimmt ab Februar etwa 20 Flüchtlinge auf. Für die Gemeinschaft der Mönche stand es außer Frage, zu handeln, so Pressesprecherin Stefanie Merlin. Für die bishe- rigen Bewohner des Hauses St. Florian sei bereits eine andere Unterbringung gefunden worden.

„Die akute Not der Flüchtlinge hat uns bewogen, das Haus zur Verfügung zu stellen,“ so Pater Timotheus Bosch, der Prior des Klosters. „Die Mönche stimmten mit überwältigender Mehrheit dafür zu helfen und so den Asylbewerbern im Klosterdorf eine vorläufige Heimat zu geben“. Schon früher hätten sie immer wieder einzelne Flüchtlingsfamilien aufgenommen. Einige Wochen habe Bosch nach einem geeigneten Gebäude gesucht. „Als Missionsbenediktiner leben wir unseren Auftrag in 17 Ländern. Gerne nehmen wir die Herausforderung für Menschen verschiedener Kulturen da zu sein in unmittelbarer Nähe an“.

Das Haus unweit der Klosterfeuerwehr könne nun an den Landkreis vermietet und für die Ankunft der Flüchtlinge vorbereitet werden. Dabei würden sich auch die Klosterbetriebe engagieren.

Der Eresinger Bürgermeister Josef Loy begrüßte die Aufnahmebereitschaft und kündigte an, dass im Januar in Zusammenarbeit mit der Erzabtei und dem Landkreis eine Informationsveranstaltung für die Bürger der umliegenden Ortschaften stattfinden soll.

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