Erfolgsgeschichte feiert 15-jähriges Jubiläum

Der Schacky-Park und das "Konto von nicht bezifferbarem Glück"

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Frisch gewählt vor dem Monopteros stellte sich die neue Vorstandschaft des Förderkreises Schacky-Park den Mitgliedern vor. Sitzend (von links) Lilo Malkmus, Detlef Reichert, Christine Reichert und Christl Bernhard. Stehend (von links) Hans Kessler, Sandra Perzul, Peter Kaun sen., Rupert Huger, Joachim Maria Hoppe, Simone Egger und Marion Ratz

Dießen – Der Förderkreis Schacky-Park ist mit Recht stolz auf seine wohl luftigste Event-Location am Ammersee-­Westufer: Open Air, umrahmt von sattem Grün und abseits des Verkehrslärms bot die Wiese vor dem Monopteros in Corona-Zeiten den idealen Platz für die eigene Jahreshauptver­sammlung. Mit Abstand verfolgten Bürgermeisterin Sandra Perzul und die Mitglieder den Report der Vorsitzenden Christine Reichert, die einmal mehr die Erfolgsgeschichte des Dießener Schmuckstücks Revue passieren ließ.

Es ist genau 15 Jahre her, dass sich 25 hochmotivierte Dießener und Dießen-Freunde daran machten, das zu einer landwirtschaftlichen Nutzfläche umfunktionierte Gelände wieder zu dem zu machen, was es in den Jahren 1905 bis 1913 für Ludwig Freiherr von Schacky auf Schönfeld war: Ein privates mit Kunstwerken reich bestücktes Paradies auf Erden, das jetzt der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte. „Wir sind mit einer abenteuerlichen Naivität gestartet“, erinnerte sich Christine Reichert. Und freute sich, dass viele der damaligen Helfer heute immer noch Mitglieder des Fördervereins sind.

Begonnen wurde ohne Kapital, aber mit viel Enthusiasmus. Ein Jahr später gingen bereits Spenden in Höhe von 3.722 Euro ein und wiederum ein Jahr später hinterließ eine Dame dem Förderkreis stolze 100.000 Euro. „Diese Startposition zusammen mit den ungebremsten Kräften der Mitarbeiter wirkte wie eine Explosion“, erinnerte Reichert. Jetzt konnte man zügig die Restaurierung des Parks angehen.

Glücks-Konto

Bis heute sind an Spenden rund 300.000 Euro auf dem Konto des Förderkreises einge­gangen. Zusammen mit den Beiträgen der aktuell 575 Mitglieder und Förderungsmaßnahmen konnten bislang genau 655.417,87 Euro investiert werden. Überschlagen haben die Helfer dabei rund 75.000 freiwillige Arbeitsstun­den aufgewendet. „Über 600.000 Euro an geldwerten Leistungen sind hier ehrenamtlich zu Buche geschlagen. Ein Konto von nicht bezifferbarem Glück“, wie sich Christine Reichert ausdrückte.

Ganz aktuell bedankte sich die Vorsitzende bei Detlef Däke für eine LEADER-Förderung von 63.000 Euro zur Wiederherstellung von Zaun, Wegen, Fahne, Fontäne oder den historischen Lampen. Für die kam auch von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz eine zweckgebundene Spende von 23.000 Euro.

Wie Schatzmeister Hans Kessler ausführte, betrug das Vereinsvermögen zum 31. Dezember vergangenen Jahres 109.373 Euro. Für 2020 rechnet man mit Einnahmen von 120.000 Euro, die aber bereits verplant sind. Unter anderem für den Kauf eines Traktors, der bei der Mitgliederversammlung stolz präsentiert wurde.

Bank mit Ehrenplatz

Ein weiterer Meilenstein bei der „never ending story“ der Parksanierung war die Enthüllung der um eine Säule angeordneten Rundbank im Zentrum des Monopteros. Aus Fund- und Bruchstücken restaurierte und ergänzte der Bildhauer Joachim Maria Hoppe aus Thaining die historische Bank mit Sitzflächen aus Carrara-Marmor. Ermöglicht wurde das durch eine großzügige Spende von Helga Preller, die als Ehrengast auf der Bank Platz nehmen durfte.

Von Hoppes präziser Arbeit und seinem fundierten Fachwissen war man so angetan, dass man ihn sogleich als Referent für Denkmalpflege und Restaurierung in die Vorstandschaft wählte, nachdem Dr. Dietrich Klemm aus Altersgründen sein Amt abgegeben hatte. Neu im Vorstand des Förderkreises ist auch Christl Bernhard als 2. Vorsitzende, Rupert Huger als Referent für Waldumbau, Simone Egger als Schriftführerin und Bürgermeisterin Sandra Perzul als Beisitzerin. Wiedergewählt wurden Anja von Lienen (Referat Dokumentation), Peter Kaun sen. (Parkpflege), Lilo Malkmus (Gartenkunst und Landschaftsarchitektur), Marion Ratz (Presse), Hans Kessler (Schatzmeister) und Detlef Reichert (Justiziar und Beisitzer).

Und wie nicht anders zu erwarten, wurde die nimmermüde Vorsitzende Christine Reichert einstimmig und unter großem Beifall für weitere zwei Jahre in ihrem Amt bestätigt, zu dem auch das Referat für Veranstaltungen zählt. Denn der großzügige Park ist nicht nur zum Flanieren da. Er kann auch für Veranstaltungen gebucht werden wie Familien- oder Firmenfeiern. Derzeit sind bei schönem Wetter Tanz-, Yoga-, Kinderturn-Gruppen und sogar Taekwondo-Kämpfer zu bestaunen. Nicht zu vergessen die kostenlosen Musikdarbietungen von Künstlern diverser Genres.

Termine und viel mehr findet man stets aktuell auf der Schacky-Park-Webseite.
Dieter Roettig

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