Ein Flügel für den Rathausfestsaal

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Der Flügel für den Rathaus-Festsaal rückt näher: Claudia und Axel Flörke vom Förderverein Rathauskonzerte freuen sich über den Scheck der Sparkassenstiftung, überreicht vom Vorstandsvorsitzenden, Thomas Krautwald (links).

Landsberg – Im Festsaal des historischen Rathauses steht er (noch), der Flügel, der dringend ersetzt werden soll. „Das ist unser erstes großes Ziel“, so Kulturreferent Axel Flörke, zugleich 1. Vorsitzender des Fördervereins Rathauskonzerte, den er gemein- sam mit Ehefrau Claudia Flörke, Abteilungsleiterin Kultur und Bildung, im Mai gegründet hat. Das Motto des Vereins nimmt sich dieser Aufgabe auch gleich an: „Den Konzerten Flügel wachsen lassen“.

Die Flörkes sind ihrem ersten Ziel ein bisschen nähergekommen: Vom Hauptsponsor Sparkassenstiftung gab’s jetzt eine Spende in Höhe von 10000 Euro. Stiftungs-Vorstand Thomas Krautwald ist mit dieser Wahl zufrieden: „Wir wissen, dass Sie das gut machen“, sagte er den Vereinsgründern.

„Der neue Konzertflügel wird kein ganz großer sein“, erklärt Axel Flörke: „Er muss ja auch zu diesem Saal passen.“ Zudem passe ein kleineres Format besser zur Kammermusik, die größtenteils auf dem Programm stehe. Als Marken sind Steinway oder Bösendorfer im Gespräch: „Man muss den international anerkannten Musikern, die hier nach Landsberg kommen, ein gutes Instrument bieten können“, so Claudia Flörke. Aber bei entsprechender Qualität weiche man gerne auch auf ein gebrauchtes und somit schon eingespieltes Instrument aus: „Da weiß man auf jeden Fall schon einmal, wie es wirklich klingt.“

Das vorhandene Instrument sei nicht mehr für klassische Konzerte im geplanten Rahmen tauglich. Bereits mehrere Musiker hätten dies gesagt, so Claudia Flörke: „Dieser Flügel ist oben sehr laut und in den Bässen verschwindet er.“ Aber die Flörkes sind sich sicher, dass der Flügel an einer anderen Stelle weiterverwendet werden kann.

Die Neuanschaffung wird gleich auf die besonderen klimatischen Verhältnisse im Festsaal angepasst: Er muss gegen die Hitze im Sommer gedämmt werden, ebenso benötigt er eine zusätzliche Befeuchtung, da der Raum insbesondere im Winter sehr trocken ist, „und unsere Spielsaison liegt ja größtenteils im Winter“, so Claudia Flörke.

Ein kleines Problem ist noch der Transport in den Festsaal: Das Treppenhaus ist natürlich viel zu schmal für einen Flügel – also muss er durchs Fenster. Von solchen Transporten kann Thomas Krautwald ein Lied singen: „Als unser Klavier ins Haus kam, brauchten wir einen riesigen Kran mit Ausleger, damit man ans Fenster kam.“ Der Festsaal liegt im 3. Stock des Rathauses, also geschätzte 15 Meter hoch....

Herbstprogramm

Bis es soweit ist, können sich die Flörkes dem neuen Saisonprogramm widmen, das bereits am 30. Oktober mit dem Kontrabass-Jazzer Dieter Ilg, dem Jazz-Pianisten Rainer Böhm und dem französischen Percussionisten Patrice Hèral startet: Beethoven im Jazzformat garantiert einen spannenden Abend. Auch zwei Kinderkonzerte sind geplant, eines im Januar mit der Blockflötistin Dorothee Oberlinger, das andere im April mit dem Berliner Oboentrio, bestehend aus Lucas Navarro, Christoph Hartmann und Dominik Wollenweber. Mit diesen Konzerten wolle man sechs- bis zwölfjährige Kinder ansprechen. Claudia Flörke: „Es ist wichtig, auch junge Menschen wieder für ernste Musik zu begeistern.“

Dass auch die „Generation 20 aufwärts“ verstärkt angesprochen werden soll, sieht man bereits an den neuen Plakaten: ein schlichtes Design mit klaren Farben gibt den Rathauskonzerten ein neues, jugendliches Gesicht.

Susanne Greiner

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