Urbanes Leben am Papierbach

Wandelbares Kunstprojekt Bauzaun

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Noch unberührt: der ULP-Bauzaun antlang der Von-Kühlmann-Straße, den Wolfgang Hauck demnächst gestalten wird.

Landsberg – Ein Bauzaun muss sein, schon wegen der Gefahr, dass beim Abbruch der Gebäude der alten Pflugfabrik etwas auf den Gehweg der Von-Kühlmann-Straße stürzt. Aber man kann Bauzäune auch kreativ nutzen. Deswegen ist die Begrenzung, die jetzt gegenüber vom Mutterturm bis zur Einmündung Sonnenstraße steht, noch komplett weiß. Insider sind bereits im Bilde: Das wird nicht so bleiben.

Es ist eine Aufgabe für Wolfgang Hauck, den Mann, der der Bürgergruppe ULP angehörte und auch mit den Stelzern einen Raum im alten Verwaltungsgebäude der Pflugfabrik gemietet hatte. Die Pflugfabrik-Investoren Michael Ehret und Stefan Klein (ehret+klein) haben ihm den Auftrag erteilt, den Bauzaun als „wandelbares Kunst- und Kulturprojekt“ zu gestalten.

Also: Bitte nicht besprühen, bekleben oder für Mitteilungen nutzen – die weiße Fläche wird noch gebraucht. Das kann allerdings noch etwas Zeit in An­spruch nehmen. Anke Witzel, die Ansprechpartnerin des ULP-Projekts für Presse und Bürger, gab in ihrem Vortrag bei der letzten Sitzung der Lenkungsgruppe ULP die Zeitperspektive „Oktober“. Der Bauzaun ist bereits fertig, weil schon erste Abbrucharbeiten stattfinden; „die Fenster müssen raus“. Der „maschinelle Abbruch“ beginnt Anfang Juni.

Worin das Kunst- und Kulturprojekt bestehen wird, möchte Anke Witzel vorläufig nicht verraten. Herauszuhören war aber, dass ein fotografischer Rückblick auf die Pflugfabrik geplant ist, verbunden mit einem Ausblick auf die Zukunft. Dabei sollen sich die Inhalte von Zeit zu Zeit verändern, daher das Attribut „wandelbar“.

Löcher muss niemand in den Bauzaun bohren; der Blick auf das Areal wird sehr viel einfacher von der gegenüber liegenden Straßenseite möglich sein. Dort entsteht ein sieben Meter hoher Turm, von dem aus man (tagsüber) Einblick ins Gelände hat. Wer die Treppenstufen scheut, kann auch ins Internet schauen, wo eine Webcam vom Turm aus das Geschehen überträgt.

Ein negativer Aspekt des Bauzauns: „Kaum steht er, gibt es Vandalismus“, berichtete Michael Ehret bei der Sitzung der Lenkungsgruppe. Die Polizei sei bereits zweimal dagewesen. Auf dem Gelände befänden sich, für ortsunkundige Steinewerfer kaum erkennbar, Büros der Mitarbeiter des ULP-Projekts. „Schon diese Räume müssen wir schützen“. 

Werner Lauff

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