Fotovoltaik-Anlage erneut gestoppt

– Erneuerbare Energien erzeugen: Dies ist das große Bestreben, das der „Energiespeicher Fuchstal“ im ehemaligen Munitionsdepot bei Leeder (Gemeinde Fuchstal) verwirklichen möchte – und an dem man auch weiterhin festhält.

Und dies trotz der Tatsache, dass sich den vier Besitzern des verlassenen Militärgeländes schon seit einiger Zeit eine Hürde nach der anderen in den Weg stellt. Nachdem der Fuchstaler Gemeinderat jetzt auch den dritten Anlauf zum Bau von Fotovoltaikanlagen abgelehnt hat, denken die Firmeninhaber jetzt darüber nach, ein Bürgerbegehren in Fuchstal zu starten. Das Solarprojekt streben die vier Mitstreiter Wolfgang Weisensee, Wolfgang und Alfred Michalke und Helmut Schießl vor allem deswegen an, weil das ursprüngliche Vorhaben – eine Biogasanlage mit Trockenvergärung von Grüngut– durch eine Gesetzesänderung gestoppt werden musste. Dabei hätte für die Trockenvergärung, die in den Bunkern stattfinden sollte, eigentlich schon alles bereit gestanden, wie Weisensee im Gespräch mit dem KREISBOTEN erläutert: Die Bunker seien bereits umgebaut und die Leitungen verlegt worden, auch der Biogasmotor stehe schon auf dem Gelände. Da jedoch in die Bunker keine Drainageleckerkennung eingebaut werden könne, sei die Anlage nach neuer Rechtslage nicht mehr genehmigungsfähig, bedauert Weichensee. Als Folge davon reichte die Firma bei der Gemeinde Fuchstal nacheinander mehrere Anträge für Solarvorhaben ein. Doch sowohl mit einer Fotovoltaikanlage auf den Bunkern als auch einer Freiflächenanlage zwischen den Bunkern scheiterten die Besitzer des ehemaligen Militärgeländes im Gemeinderat. Erst kürzlich probierte es der „Energiespeicher Fuchstal“ nochmals mit dem Wunsch, im nördlichen (ehemals amerikanischen) Bereich des Areals eine Freiflächenanlage zu errichten. Wieder ohne Erfolg: Neun Gemeinderäte stimmten dagegen, nur sechs dafür. Da half es auch nichts, dass der Energiespeicher der Gemeinde anbot, auf der Hälfte der Fläche selbst eine Anlage zu errichten – und zwar pachtfrei. Fuchstals Bürgermeister Erwin Karg bedauert die Ablehnung des Gemeinderates: Die Anlage wäre schließlich uneinsehbar gewesen und hätte dort keinen Menschen gestört. Die Gegner des Vorhabens betonten dagegen den ökologischen Wert des Grundstücks. Weisensee sieht den ablehnenden Beschluss nicht nur als Entscheidung gegen die Pläne des Energiespeichers, sondern gleichzeitig als „Entscheidung gegen die Gemeindebürger“. Denn mittels Bürgerbeteiligung hätten diese eine vernünftige Rendite erzielen können. Auf Konversionsflächen wie dem Munitionsdepot könnten Solaranlagen nämlich auch künftig noch rentabel betrieben werden. „Wir überlegen uns jetzt ernsthaft, ob wir nicht ein Bürgerbegehren starten sollen“, kündigte Weisensee an. Eine andere Alternative – die der Energiespeicher aber nur als allerletzten Ausweg sieht – wäre das Aufstellen einer Windkraftanlage auf dem Areal. Nachdem heuer im Dezember die Verträge mit der Gemeinde auslaufen (darin ist die Windkraft ausgeschlossen), hätte der Energiespeicher ab dem kommenden Jahr rein rechtlich gesehen die Möglichkeit dazu. Momentan wird die Militäranlage als Hackschnitzellager genutzt. Zudem befinden sich auf den Wachgebäuden Fotovoltaikanlagen.

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